Amt für Arbeitsschutz überprüfte 614 DV-Unternehmen:

Ergonomie und Beleuchtung unbefriedigend

20.02.1987

HAMBURG (CW) - Auf die Einhaltung der Schutzbestimmungen an Bildschirmarbeitsplätzen muß stärker geachtet werden. Dieses Fazit zog das Amt für Arbeitsschutz in Hamburg, nachdem es rund 1600 mit Bildschirmgeräten ausgestattete Arbeitsplätze untersucht hatte.

Lediglich in 28 von 613 überprüften Unternehmen waren die Arbeitsbedingungen der 30 000 betroffenen Mitarbeiter, so die Gesundheitsschützer, völlig ohne Beanstandungen.

Zu den häufigsten Kritikpunkten gehörten die Beschaffenheit der Tastaturen und die schlechte Qualität der Arbeitstische. Ferner würden die Arbeitsplätze nicht genügend beleuchtet sein. Dies führe in fast allen Fällen zu Belastungen der Augen und zu gesundheitsschädlichen Körperhaltungen.

Die Hamburger bemängeln auch, daß die Betroffenen häufig nicht ausreichend auf ihre Tätigkeit an den Sichtgeräten vorbereitet worden seien. Zudem habe die Hälfte der überprüften Unternehmen versäumt, das Sehvermögen der Arbeitnehmer testen zu lassen, bevor diese ihre Bildschirmtätigkeit aufnahmen.