Stressabbau 2.0

Entspannen mit dem virtuellen Coach

07.07.2008
Von 
Alexandra Mesmer war bis Juli 2021 Redakteurin von Computerwoche und CIO-Magazin.

Verdeckter Stress im Job: Die wichtigsten Ursachen

  1. Angst vor Versagen : Wer sich überfordert fühlt, ist angespannt. Wenn geforderte Leistung und eigenes Leistungsvermögen auseinanderklaffen, gelingt es den wenigsten, das ganze im positiven Sinne als Herausforderung zu begreifen. Vielmehr wächst die Angst vor Misserfolg, Versagen und letztlich vor beruflichem Rückstand. Die Psychologen sprechen hier von der Defizitfalle.

  2. Beachtungssucht : Während die einen ihr Licht unter den Scheffel stellen, sind die anderen süchtig danach, dass sie und ihre Leistung beachtet werden. Bei Führungskräften kommt das nicht selten vor. Zugrunde liegt eine unrealistische Bewertung des Selbst: Sie idealisieren die eigene Person, sind narzisstisch, überschätzen sich oder haben Minderwertigkeitsgefühle. Auch äußere Ursachen spielen eine Rolle: Man erwägt den Nutzen für die eigene Karriere, getreu dem Motto "Wer im Licht steht, kommt vorwärts."

  3. Kränkung: Kränkungen und Missachtungen können an den Nerv der Person gehen, weil sie die innere Balance gefährden. Kränkungen stellen einen Entzug von Fremdbeachtung dar, die unmittelbar die Selbstachtung der Person angreift. Es kommt dabei häufig zu Reaktionen wie Traurigkeit, Wut, Aggressivität und Feindseligkeit.

  4. Fremdbestimmung: Der eigene Handlungsraum kann empfindlich eingeengt werden, etwa durch unrealistische Vorgaben des Vorgesetzten. Allerdings sollte der eigene Spielraum im Kontext mit den Spielräumen anderer gesehen werden, um so übertriebenen Ansprüchen in Sachen Selbstbestimmung vorzubeugen.