Kommunikation per ESN im Unternehmen

Enterprise Social Network im Alltags-Check

Kommentar  26.01.2017
Von   


Eric Schott ist Mitgründer und Geschäftsführer bei Campana & Schott. Er besitzt über 20 Jahre Erfahrung in der Projektmanagement-Beratung. Seine Schwerpunkte umfassen strategisches Projekt- und Portfoliomanagement sowie neue Formen der Zusammenarbeit mit besonderem Fokus auf Social Collaboration. Schott will aufzeigen, welche Anforderungen Unternehmen hinsichtlich der neuen Formen der Zusammenarbeit erfüllen müssen und wie dies zu realisieren ist, um die digitalen Transformation zu meistern.

5. Lebendiges Wissensmanagement


Wie viele andere Unternehmen haben auch wir die leidige Erfahrung gemacht, dass Top-down-Ansätze für das interne Wissensmanagement häufig nicht zum gewünschten Ziel führen. Dank Yammer verteilt sich Wissen nicht mehr hierarchisch, sondern es ist über die vielen Beiträge und Diskussionen jederzeit vorhanden und auf dem aktuellen Stand.
Vor einem Kundenworkshop kann sich so ein Berater über die aktuellsten technologischen Entwicklungen informieren, nachsehen, welche Kundenpräsentation sich besonders bewährt haben, welche Argumentation überzeugt hat und wie unsere Experten die Branche oder ähnliche Problemstellungen beurteilen. Das ist gelebtes Wissensmanagement, das wenig kostet und viel bringt.

6. Vernetzte Zusammenarbeit


Ideen gib es viele, ob sie gut sind, oder noch besser werden können, zeigt sich im Austausch mit Anderen - insbesondere mit Kollegen aus entfernteren Abteilungen, die einen ganz anderen Blickwinkel auf eine Sache haben. Oder vielleicht arbeitet ein anderes Team gerade an einem ähnlichen Problem.
Über Yammer funktioniert der Austausch quasi von selbst, da persönliche Interessen, Arbeitsziele und andere Spezifikationen immer eine passende Gruppe von Mitarbeitern zusammenbringt. Diese themen-, team- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ist für die Digitale Transformation von zentraler Bedeutung. Social Networks lassen so eine zukunftsfähige Organisation wachsen. Dies ist auch in unserem Unternehmen spürbar.

7. Innovationskraft erhöhen


Gerade die schnelle Entwicklung und Bewertung von neuen Ideen gehört für mich zu den wichtigsten Vorteilen eines ESN. Denn dank des team- und hierarchieübergreifenden Austauschs entstehen Innovationen. So liefern mir der Feed und die vielen Beiträge kontinuierlich Anregungen für unsere Geschäftsentwicklung. Aber ich bringe auch selbst immer wieder Ideen ein. Wichtig ist aber auch, dass manche guten Ansätze nach regem Austausch nicht weiter verfolgt werden. Dadurch können wir uns auf die Vorhaben konzentrieren, die am meisten Erfolg versprechen.

8. Austausch mit Geschäftspartnern


Auch wenn ein ESN in erster Linine für die interne Kommunikation verwendet wird, nutze ich es in einigen Sparten auch, um mich mit strategischen Partnern beispielsweise über neue Produkte zu unterhalten oder gemeinsam mit ihnen neue Ideen zu entwickeln. Seit kurzem haben wir unsere projektbezogenen Gruppen auch für ausgewählte Mitarbeiter unserer Kunden geöffnet und ich bin schon jetzt gespannt, zu welchen Ergebnissen dies führt.

Fazit

Das Enterprise Social Network hat sich in den letzten drei Jahren innerhalb unserer verzweigten Organisation mit 18 Standorten in Europa und Nordamerika zu einem zentralen Kommunikationskanal entwickelt. Gerade durch die Arbeit an rund 50 weiteren Standorten - bei unseren Kunden vor Ort - ist der persönliche Austausch nicht immer möglich. Das ESN füllt diese Lücke, auf eine schnelle, wenig formale Art, die viele Vorteile hat und Spaß macht. Dabei ist es auch schön zu sehen, dass zentrale Werte wie Kollegialität und Zusammenarbeit sich im wachsenden Erfolg des Netzwerks widerspiegeln.