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Enterasys wird privatisiert

15.11.2005
Der angeschlagene Netzwerkausrüster stimmt einem Buyout-Angebot von zwei Private-Equity-Firmen zu.

Die beiden Beteiligungsgesellschaften The Gores Group und Tennenbaum Capital Partners wollen Enterasys für 13,92 Dollar je Aktie oder rund 386 Millionen Dollar übernehmen. Der US-Hersteller von LAN-Switches und -Routern sowie Netzsicherheits-Equipment aus Andover, Massachusetts, wird bei dem Angebot um 32 Prozent höher bewertet als der Schlusskurs vom vergangenen Freitag an der New Yorker Börse.

Der Enterasys-Aufsichtsrat hat dem Angebot der beiden Investment-Firmen bereits zugestimmt. Vorbehaltlich der Zustimmung von Aktionären und Regulierungsbehörden soll die Transaktion im Anfangsquartal 2006 abgeschlossen sein.

Enterasys-CEO Mark Aslett begrüßte den Vorschlag. Die Company könne als private Gesellschaft mit der Unterstützung der privaten Investment-Firmen Marktchancen nutzen, die derzeit außer Reichweite lägen, erklärte er.

Der Cisco-Rivale hatte seine Verluste in den zurückliegenden Quartalen stark ausgeweitet, konnte jedoch überraschend im Ende September abgelaufenen Dreimonatszeitraum mit einem Gewinn von 72,9 Millionen Dollar aufwarten. Sonderfaktoren wie eine Steuerrückerstattung über 73 Millionen Dollar sowie rund 800.000 Dollar hohe Restrukturierungskosten herausgerechnet, erzielte Enterasys ein ausgeglichenes Ergebnis. (mb)