Windows 10

Empfohlene Problembehandlung anpassen

04.07.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Mit dem im Mai 2019 erschienenen Update integriert Microsoft die sogenannte „empfohlene Problembehandlung“. Auf diese Weise soll Windows künftig Probleme auf einem Gerät automatisch erkennen und bei bestimmten Fehlern eine Hilfestellung zur Behebung geben.

Wozu ist das gut?

Möglich ist damit nach Microsoft-Angaben zum Beispiel eine Wiederherstellung von Standardeinstellungen für elementare Funktionen. Wenn also die Windows-Updates Probleme bereiten oder der Benutzer nicht mehr ins Internet kommt, soll Windows künftig unterstützend eingreifen.

Die Einstellung finden

Die empfohlene Problembehandlung erreichen Sie über die Einstellungsseite. Von dort aus navigieren Sie weiter zu Update und Sicherheit / Problembehandlung. Falls Sie das Gebot der Datensparsamkeit beachten, fällt als Erstes allerdings unangenehm auf, dass Windows Sie darum bittet, vollständige Diagnosedaten zu übermitteln. Nur dann, so der Hilfetext, erhält der Anwender zusätzliche Empfehlungen zur Problembehandlung. Wer dem Unternehmen genug Vertrauen entgegenbringt, schaltet die geforderte Option ein, indem er in den Einstellungen zu Datenschutz / Diagnose und Feedback wechselt und auf die Option Vollständig klickt.

Anschließend ist auf der Seite Empfohlene Problembehandlung zwar der rote Hinweistext verschwunden, Empfehlungen finden sich aber trotzdem (noch) nicht an der Stelle. Unter welchen Umständen sie dort angezeigt werden, konnten wir nicht herausfinden - die Empfehlungsliste blieb im Testzeitraum stets leer.

Das Verhalten der Funktion anpassen

Genau genommen ist die automatische Behebung von Fehlern, die Microsoft als kritisch einstuft, ein separates neues Feature und von den zusätzlichen Empfehlungen nicht direkt abhängig. Vollständig ausschalten lässt sich dieser Automatismus ohnehin nicht. Vielmehr kann man das Verhalten der Funktion lediglich in engen Grenzen anpassen.

Dazu folgen Sie unter Empfohlene Problembehandlung dem Link Empfohlene Problembehandlungseinstellungen. Dieser führt Sie zur Seite Diagnose und Feedback, Abschnitt Empfohlene Problembehandlung. Wenn Sie die dort platzierte Dropdown-Liste öffnen, haben Sie die Wahl zwischen vier selbsterklärenden Optionen:

1. Probleme beheben, ohne zu fragen

2. Benachrichtigen, wenn Probleme behoben werden

3. Vor dem Beheben von Problemen fragen

4. Nur kritische Probleme beheben

Vorausgewählt ist der Punkt Vor dem Beheben von Problemen fragen, was ein sinnvoller Kompromiss sein dürfte. (jd)