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EMC verbessert Symmetrix-Replizierung

28.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwar gibt es noch keine offizielle Ankündigung, aber die Spatzen beziehungsweise Insider pfeifen es bereits von den Dächern: EMC wird in dieser Woche neue "Symmetrix-DMX"-Arrays mit neue Softwarefunktionen vorstellen. Die zwei neuen Systeme runden das bisherige DMX-Portfolio nach unten und oben hin ab; die neue Software ermöglicht asynchrone Datensynchronisation über beliebige Entfernungen, unterstützt das iSCSI-Protokoll und unterstützt FICON für den Anschluss an Großrechner sowei Anbindung an iSeries-Server.

Dabei ist die wichtigste Neuerung sicher die asynchrone Version der Replizierungssoftware "Remote Data Facility", die über IP beliebige Entfernungen zu einem Disaster-Recovery-System überbrückt. Die bisherige Ausführung schaffte nur 62 Meilen (zumindest ohne Zusatzhardware in Form einer Channel Extension Box von CNT oder Nortel). EMCs asynchrones SRDF verwendet einen nativen Ethernet-Adapter und benötigt deswegen keinen separaten Router.

Datenabgleich über große Entfernungen wird zunehmend interessanter für Hersteller wie Anwender. Anfang des Monats hatten Cisco und Hitachi via Fibre Channel over IP (FC-IP) Daten über 1800 Meilen hinweg abgeglichen. CNT hat über FC-IP sogar bereits eine transatlantische Replikation über 7580 Meilen hinweg realisiert. Laut IDC war Replikationssoftware im Storage-Bereich im ersten Quartal dieses Jahres das am stärksten wachsende Segment und machte 263 Millionen vom Gesamtvolumen von 1,42 Milliarden Dollar aus.

In Sachen Hardware wird es eine neue Konfiguration des DMX800 mit acht bis 60 73- oder 146-GB-Platten und einer minimalen Kapazität von 292 GB geben. Das neue Topmodell "DMX3000" fasst bis zu 84 Terabyte an Daten, die wie beim 800er Modell auf mit wahlweise 10.000 oder 15.000 U/min rotierenden Platten mit 73 oder 146 GB gespeichert werden. (tc)