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EMC setzt bei VTL bis 2013 auf FalconStor

12.02.2007
EMC wird seine Virtual Tape Libraries (VTL) für Open Systems bis mindestens zum Jahr 2013 mit der Software von FalconStor realisieren.

EMC setzt die FalconStor-Software bereits in den "Clariion-DL"-VTLs ein, die es seit rund zwei Jahren ausliefert. Das neue Abkommen verlängert diese Zusammenarbeit. Einer EMC-Sprecherin zufolge handelt es sich bereits um eine festen Vertrag und nicht etwa nur um eine Absichtserklärung.

Allerdings ist die Kooperation für keine der beiden Seite exklusiv. EMC zum Beispiel hatte letztes Jahr das geistige Eigentum der gescheiterten VTL-Start-up NearTek gekauft und damit Spekulationen angeheizt, es könnte die FalconStore-Software durch eigene oder die von NearTek ersetzen. Der Kauf sei ein Schnäppchen gewesen, das es nicht habe auslassen können, erklärte EMC seinerzeit. Dabei blieb der Hersteller aus Hopkinton, Massaschusetts, auch gestern, deutete aber an, er wolle möglicherweise die FalconStor-Software mit der von NearTek verbessern.

EMC hatte als erster großer Anbieter eine virtuelle Bandbibliothek für Unix-Server herausgebracht. Inzwischen haben aber IBM und Sun Microsystems nachgezogen, deren VTLs gleichfalls auf der Software von FalconStor basieren. Das Trio wetteifert mithin nun darum, wer die beste Version der gleichen FalconStor-Technik anbietet. Sun hat bereits öffentlich erklärt, es wolle die Software mit eigenen Code-Erweiterungen aufbohren, und Quellen bei IBM berichten das Gleiche.

EMC will damit sogar schon vor einiger Zeit begonnen haben und gibt an, in der Clariion DL laufe bereits modifizierter FalconStor-Code. Man habe etwa "Active Engine Failover", einen integrierten Medienkatalog und Clariion-spezifisches Performance-Tuning eingebaut.

EMC gibt an, es habe bislang rund 2 Petabyte Clariion-DL-Plattenplatz an den Kunden gebracht und komme - untermauert durch Schätzungen der IDC - damit auf mehr als 50 Prozent Marktanteil bei Open-Systems-VTLs. (tc)