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EMC greift wieder einmal in die Vollen

19.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Datenspeicher für Unternehmen und passende Dienstleistungen spezialisierte US-Anbieter EMC hat für das abgeschlossene dritte Quartal seines Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 458 Millionen Dollar oder 20 Cent pro Anteilschein ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten (laut First Call/Thomson) knapp übertroffen. Im Vorjahresquartal betrug der Profit 296 Millionen Dollar oder 13 Cent je Anteilschein. Den Umsatz steigerte das Unternehmen aus Hopkinton, Massachusetts, übers Jahr von 1,7 Milliarden Dollar um 34 Prozent auf 2,28 Milliarden Dollar.

Ashok Kumar von Piper Jaffray kommentiert: "EMC hat sehr enge Beziehungen zu seinen Kunden und weiß, wo es langgeht." Thomas Kraemer von Merill Lynch indes befürchtet, dass die Kundenbeziehungen so manchem vielleicht ein wenig zu eng sein könnten. "Es scheint, dass viele EMC-Kunden Stillschweigevereinbarungen unterzeichnen müssen. Das verhindert allzu viel Gerede über die Preise und sichert der Vertriebsmannschaft ihre fetten Provisionen." Zudem ist Kraemer mit dem Quartalsergebnis nicht ganz zufrieden: Seiner Ansicht nach wären auch 22 Cent Gewinn pro Aktie drin gewesen.