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Elsas Existenz weiter gefährdet

25.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit einem industriellen Investor ist der Fortbestand der Elsa AG weiterhin stark gefährdet. Der Aachener Anbieter von Grafik- und Kommunikationslösungen teilte am Freitag mit, dass das Konsortium aus sieben Gläubigerbanken nicht bereit sei, die Rückzahlung der zum 15. Februar fälligen, rund 28 Millionen Euro hohe Kreditlinie zu stunden. Der potenzielle Investor hatte eine genaue Unternehmensanalyse zur Voraussetzung für eine Finanzierung gemacht. Dazu fehlt nun die Zeit, nachdem die Banken ihr Geld zurück wollen.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Theo Beisch war das Aachener Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten, nachdem es nach dem Börsengang zu schnell gewachsen sei und das laufende Geschäft zu stark über Kredite finanziert habe. Elsa hatte Anfang 2001 ein Restrukturierungsprogramm angestoßen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Der Einspareffekt der Maßnahmen wurde jedoch nach Angaben des Vorstandssprechers durch den Konjunktureinbruch egalisiert. Elsa benötigt nach eigenen Angaben zum Überleben eine Finanzspritze von 40 Millionen Euro. (Computerwoche online berichtete).

Nach der Bekanntgabe fiel der Kurs der am Neuen Markt notierten Aktie am Freitag um mehr als 31 Prozent und ging mit 97 Cent aus dem Handel. (mb)