Konjunkturrückgang nicht auszuschließen:

Elektroindustrie zufrieden

06.06.1980

KÖLN (gr) - Ein Abflachen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte ist nicht auszuschließen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) in seinem jüngsten Konjunkturbericht.

Schwierig wird eine Prognose der künftigen konjunkturellen Entwicklung in der Bundesrepublik nach Ansicht des BDI angesichts der Inflation. Die Entwicklung auf den monetären Märkten könne auf die Warenmärkte übergreifen. Die Auftragseingänge in der verarbeitenden Industrie stiegen im Januar/Februar verglichen mit November/Dezember vergangenen Jahres preis- und saisonbereinigt um 7,7 Prozent. Besonders stark wirke sich die Nachfrage aus dem Ausland aus, die neben der privaten Investition die zweite wesentliche Stütze der Konjunktur darstelle.

Viele Branchen hätten ihre Investitionspläne nach oben korrigiert. Nach einem realen Plus im Posten Anlageinvestitionen von 9,2 Prozent vergangenes Jahr rechnet der BDI für 1980 nochmals mit einer deutlichen Zunahme;

Zumindest für die erste Hälfte des laufenden Jahres erwartet die Elektroindustrie eine befriedigende Entwicklung.