Kinotipp M3gan

Eine KI-Killerpuppe trifft den Zeitgeist

11.01.2023
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Florian Maier beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.
KI-Realisten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen – tech-affine Cineasten freuen sich auf ein frühes Kino-Highlight im Jahr 2023. Meet M3gan.
Der Hype eilt M3gan voraus: Am 12. Januar 2023 bringt Universal Pictures den Horrorstreifen in die deutschen Lichtspielhäuser.
Der Hype eilt M3gan voraus: Am 12. Januar 2023 bringt Universal Pictures den Horrorstreifen in die deutschen Lichtspielhäuser.
Foto: Universal Studios

KI-Algorithmen, die außer Kontrolle geraten und ein mörderisches Eigenleben entwickeln - dieses Szenario ist in Hollywood nichts Neues. Allerdings dürfte kein Film seit dem altehrwürdigen Terminator II (1991) dabei einen derartigen Hype ausgelöst haben, wie es derzeit M3gan tut. Ab dem 12. Januar 2023 läuft der KI-trächtige Horrorstreifen auch in deutschen Kinos.

M3gan - Horror meets Technologiekritik

M3gan erzählt die Geschichte einer Robotik-Expertin, die unerwartet zum Vormund ihrer Nichte wird. Überfordert mit ihrer neuen Rolle als Ersatzmutter, holt sie sich Unterstützung in Form der von ihr selbst programmierten Roboterpuppe M3gan ins Haus. Das erweist sich im Nachhinein allerdings als problematische Entscheidung, denn die KI-Algorithmen schießen über das Ziel hinaus und sorgen dafür, dass die Puppe einen tödlichen Beschützerinstinkt entwickelt:

Wie Regisseur Gerard Johnstone sagt, habe ihn an diesem Projekt gereizt, eine moderne Moralgeschichte über Elternschaft im 21. Jahrhundert zu erzählen: "Als frisch gebackener Vater war ich beunruhigt darüber, wie allgegenwärtig Smartphones und Tablets geworden sind, und M3gan war eine Chance, das zu persiflieren."

Um dabei auch aus technologischer Perspektive glaubwürdig zu wirken, holte sich das Produktionsteam von M3gan zudem fachliche Unterstützung, beispielsweise von Google. "So konnten wir verstehen, wie Maschinen funktionieren und die Szenen mit Insights und Formulierungen würzen, die ihnen Legitimität und eine einzigartige Perspektive verleihen", ist der Regisseur überzeugt.

Am 6. Januar 2023 in den US-amerikanischen und kanadischen Kinos gestartet, konnte M3gan bereits am ersten Wochenende mehr als 30 Millionen Dollar einspielen (die Produktionskosten lagen bei circa zwölf Millionen Dollar). Der Hype um den Horrorstreifen, bei dem unter anderem auch James Wan ("Saw", "Insidious") seine Finger im Spiel hat, begründet sich einerseits in einer massiven PR-Kampagne, die stark auf die Verknüpfung von Live-Events und Social-Media-Kanälen setzt:

Andererseits wird der Film auch von diversen namhaften Kritikern gelobt und erhält auf Bewertungsportalen wie Rotten Tomatoes oder Metacritic durchweg positive Bewertungen:

Beste Voraussetzungen also für den deutschen Kinostart von M3gan.