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Ein Souvenir vom Ober-Hacker gefällig?

01.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der nach knapp fünf Jahren Haft im Januar dieses Jahres auf freien Fuß gesetzte "Superhacker" Kevin Mitnick versucht aus seiner Popularität Kapital zu schlagen. Er versteigerte Gegenstände aus seinem persönlichen Besitz bei Ebay und bei Yahoo - dazu musste er allerdings auf seinen Vater als Strohmann zurückgreifen, denn zu Mitnicks Bewährungsauflagen gehört es, die Finger von Computern aller Art zu lassen. Verkauft hat der umtriebige Cyberterrorist bereits ein Handy und einen alten "TRS-80".

Die Versteigerung von Mitnicks Gefängnisausweis haben die etablierten Internet-Auktionshäuser allerdings gestoppt. "Sie mochten wohl die Vorstellung nicht, dass ich von meiner Knastzeit profitieren könnte", klagt der Hacker. Er fühlt sich beleidigt, weil es kein Gesetz gebe, gegen das er mit seiner Offerte habe verstoßen können. Nun können Interessierte auf der Site Dutchbid.com für den Ausweis bieten. Deren Betreiber haben sich im Vorfeld juristisch beraten lassen und halten die Angelegenheit für unbedenklich.