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EDS will neun Prozent der US-Belegschaft in Frührente schicken

27.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um die Kosten zu senken, will der Outsourcing-Riese Electronic Data Systems (EDS) rund neun Prozent seiner etwa 53.000 US-Mitarbeiter in den Vorruhestand schicken. Wie das Unternehmen aus Plano, Texas,

bekannt gab, wird die Frührente insgesamt 9200 Angestellten angeboten, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Dabei gehe man davon aus, dass etwa die Hälfte der Betroffenen dem Vorschlag zustimmen werden. Ein ähnliches Angebot ist für Mitarbeiter außerhalb der USA angedacht.

Mit der Maßnahme sollen die Betriebskosten um 150 Millionen Dollar im kommenden Jahr und ab 2006 um 250 Millionen Dollar sinken. Zunächst fallen jedoch Aufwendungen in Höhe von rund 150 Millionen Dollar an, die das Ergebnis des laufenden vierten Quartals mit 0,18 Dollar pro Aktie belasten werden.

Die geplante Vorruhestandsregelung ist Teil eines Plans, die jährlichen Betriebskosten um drei Milliarden Dollar zu reduzieren. Wie Konzernchef Michael Jordan im vergangenen Monat bekannt gab, sollen dazu bis zu 20.000 Stellen abgebaut werden. Ende September standen insgesamt 119.000 Namen auf der Lohnliste von EDS.

Der IT-Dienstleister ist nach einer Reihe von unrentablen Projekten unter Druck geraten. Erst am Montag hatte EDS die Vorlage der Ergebnisse für das dritten Quartal 2004 auf den 3. November verschoben, um die Höhe einer weiteren Abschreibung auf den 8,8 Milliarden Dollar schweren IT-Service-Vertrag mit der US Navy zu klären. Der Vertrag wurde im Jahr 2000 vereinbart und umfasst die Erneuerung und den Betrieb der Kommunikationsinfrastruktur für rund 360.000 Mitarbeiter an weltweit rund 4000 Stützpunkten. (mb)