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EDS will 2,5 Milliarden Dollar Kapital einsammeln

24.05.2004

Electronic Data Systems (EDS) hat bei der US-Börsenaufsicht SEC die Ausgabe von Schuldverschreibungen sowie Aktien im Umfang von bis zu 2,5 Milliarden Dollar beantragt. Wie der texanische IT-Dienstleister mitteilte, soll das Geld für den Abbau von Schulden sowie für Akquisitionen und Investitionen verwendet werden.

Der Outsourcing-Riese hatte bereits knapp eine Woche zuvor in einer Pflichtmitteilung die Platzierung neuer Anteilscheine im Wert von mehr als eine Milliarde Dollar angekündigt (Computerwoche.de berichtete). EDS kämpft seit geraumer Zeit mit seiner schwierigen Finanzlage und der damit verbundenen, negativen Bewertung der Kreditwürdigkeit knapp über "Junk-Bond"-Status. Eine weitere Herabstufung würde an der tatsächlichen Zinsbelastung zwar wenig ändern, jedoch deutlich am Image des Unternehmens kratzen und damit die Gewinnung neuer Kunden und den Turnaround erschweren.

Mit der Ankündigung gelang es dem Outsourcing-Riesen bislang, eine Herabstufung der Kreditbewertung bislang zu verhindern. So bestätigte die Rating-Agentur Standard & Poors's ihre Bewertung (Investment Grade) für die Kreditlinien und vorrangige ungesicherten Verbindlichkeiten (BBB-) sowie für kurzfristige Kredite und Schuldscheine (A-3). Den negativen Ausblick für die künftige Schuldenentwicklung des Unternehmens behielt S&P jedoch bei: EDS sei weltweit aktiv und besitze eine enorme Branchenkenntnis sowie eine - nach dem Verkauf von UGS PLM Solutions –ausreichende Liquidität. Gleichzeitig zählte die Rating-Agentur aber eine Reihe von Problempunkten des IT-Dienstleisters auf, darunter unprofitable Großverträge, den niedrigen Auftragseingang und die vergleichsweise hohen Betriebskosten. (mb)