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Eclipse und Los Alamos nehmen Parallelisierung ins Visier

13.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Eclipse Foundation hat gemeinsam mit dem Los Alamos National Laboratory das "Parallel Tools Platform Project" (PTP) angekündigt, in dessen Rahmen bessere Open-Source-Tools für Parallel-Rechner entstehen sollen. Erklärtes Ziel ist eine parallele Entwicklungsumgebung, die die Produktivität auf Engineering-Ebene steigern kann. "Wir wollen das Defizit bei Entwicklungswerkzeugen für Developer paralleler Anwendungen beseitigen", erklärte Greg Watson, Projektleiter beim Los Alamos Advanced Computing Laboratory. Erste Ergebnisse der Kooperation sollen bis zum September dieses Jahres vorliegen; kommerzielle Anbieter können laut Watson ihre Produkte darauf aufsetzen.

Obwohl sich Commodity-basierende Systeme wie etwa geclusterte Server immer stärker durchsetzten, sei der Markt für parallele Tools stark fragmentiert, erklärten Eclipse und Los Alamos. Die Entwickler müssten sich mit unterschiedlichsten Schnittstellen von der Kommandozeile über Texteditoren bis hin zu grafischen Oberflächen herumschlagen und die Tools bei jedem Wechsel auf eine neue Parallelmaschine wieder wechseln. Zwischen den Tools gebe es außerdem kaum Integration.

Das Parallel Tools Platform Project wird einen Großteil der parallelen Architekturen abdecken und soll einen integrierten Debugger sowie Infrastruktur für die Integration mit anderen Werkzeugen enthalten. Eine separate, aber verwandte Komponente soll die Eclipse-IDE (Integrated Development Environment) um Fortan-Unterstützung erweitern. (tc)