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Eclipse kündigt Mylar 1.0 an

14.12.2006
Die aufgabenorientierte Benutzeroberfläche soll die Produktivität von Entwicklerteams steigern.

Viele der heute üblichen integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) überschwemmen ihre Anwender mit Informationen und Details zu komplexen Systemen. Aus diesem Grund müssen Entwickler oft sehr viel Zeit aufbringen, Hunderte von Dateien zu suchen und zu kontrollieren, um die für sie beziehungsweise ihre jeweilige Aufgabe relevanten Informationen zu finden. Mylar stellt eine neue Task-orientierte Benutzeroberfläche bereit, die die Ansichten aus der Eclipse-IDE filtert und nur die Elemente zeigt, die für ein bestimmtes Projekt benötigt werden. Damit können sich Entwickler besser auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren, denn der Aufwand für das erforderliche Blättern und Suchen, wenn zum Beispiel ein Fehler korrigiert oder ein neues Funktionsmerkmal hinzugefügt werden soll, wird so verringert.

"Mylar entspringt der Erkenntnis, dass sich ein Entwickler eigentlich nur mit einem kleinen Teil des Systems beschäftigen muss, wenn er einen Fehler korrigiert oder ein Funktionsmerkmal hinzufügt", erklärt Mik Kersten, Mylar Projektleiter. "Die von Mylar gebotene Innovation besteht darin, diesen Teil des Systems explizit darzustellen, indem der Aufgabenkontext automatisch für den Entwickler verwaltet wird."

Mylar unterstützt Multitasking, indem es eine Task-Management-Ansicht bereitstellt. Diese ermöglicht es den Anwendern, zwischen einzelnen Aufgaben zu wechseln und den Task-Kontext gemeinsam mit anderen Entwicklern zu benutzen. Darüber hinaus fasst Mylar verschiedene, von Entwicklern häufig verwendete Task-Listen zusammen. So sind zum Beispiel Fehlerverwaltungs- und E-Mail-Systeme in die allgemeine Mylar Task List integriert. Da die Rich-Client-Fähigkeiten von Eclipse zum Einsatz kommen, lassen sich Offline-Zugriffe und Änderungsbenachrichtigungen realisieren. Entwickler sind somit nicht mehr gezwungen, ständig zwischen Browser und E-Mail-Eingang zu wechseln.

Mylar ist bereits in Fehlerverwaltungs-Software wie Bugzilla, JIRA oder Trac integrierbar. Auch andere Projekte und Unternehmen wollen Mylar in ihren Produkten einsetzen, zumindest aber unterstützen. Dazu zählen die Borland-Company Codegear, Collabnet und Maven. "In JBuilder 2007 wollten wir es unbedingt einfacher machen, tägliche Arbeiten anzuzeigen, zu verstehen und zu verwalten, und zwar sowohl aus der Perspektive des Teams als auch aus der des einzelnen Entwicklers. Mylar ist eine wichtige Komponente dafür", berichtete Michael Swindell, Vice President Products and Strategy bei Codegear. "Mylar gibt uns eine innovative Methode an die Hand, Projektverantwortlichkeiten zu zeigen." (ue)