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Ebay verdoppelt Quartalsgewinn und -umsatz

23.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Internet-Auktionshaus Ebay konnte seinen Nettogewinn im ersten Geschäftsquartal mehr als verdoppeln: Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kletterte der Profit von 47,6 Millionen auf 104,2 Millionen Dollar oder 32 (17) Cent pro Aktie. Dank der Übernahme des Online-Bezahldienstes PayPal und starken Zuwächsen im Kerngeschäft erhöhte sich gleichzeitig der Umsatz um 94 Prozent auf 476,5 Millionen Dollar. Das in San Jose, Kalifornien, ansässige Unternehmen war im Vorfeld davon ausgegangen, bei 440 Millionen Dollar hohen Einnahmen einen Gewinn von 26 Cent je Anteil zu erzielen. Als Erklärung für das überraschend gute Abschneiden gab Finanzchef Rajiv Dutta an, wegen des Irak-Kriegs habe Ebay die Betriebskosten im ersten Quartal niedrig gehalten. Die Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft seien dann jedoch geringer als befürchtet ausgefallen. Laut Ebay

wechselten in den ersten drei Monaten Waren im Wert von 5,32 Milliarden Dollar über die Auktionsplattform den Besitzer, allein 1,3 Milliarden Dollar wurden für Autos und Autoteile ausgegeben.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage hob das Unternehmen nun seine Ergebnisprognose für das laufende zweite Quartal von 27 auf 30 Cent pro Aktie an. Gleichzeitig stellte Ebay für das Gesamtjahr einen Profit von bis zu 1,27 Dollar je Anteilschein in Aussicht. Der Umsatz könnte bis zu 2,05 Milliarden Dollar erreichen, 150 Millionen Dollar mehr als bislang erwartet. Im Vergleich zur Wall Street fällt die neue Prognose noch immer bescheiden aus: Laut Umfrage von First Call Thomson rechnen die Analysten im Schnitt mit einem Profit von 32 Cent pro Aktie im laufenden Quartal, als durchschnittlicher Jahresgewinn werden 1,35 Dollar je Anteil erwartet.

Nach der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse kletterte die Ebay-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent auf 92,23 Dollar. Das Papier erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2000. (mb)