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Ebay bestätigt Wachstumsziele

30.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Internet-Auktionshaus Ebay ist zuversichtlich, trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage im nächsten Jahr die Erwartungen der Analysten zu erfüllen. Finanzchef Rajiv Dutta erklärte, seine Company rechne im Geschäftsjahr 2002 mit einem Umsatz von 1,05 bis 1,1 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 50 Prozent gegenüber den voraussichtlichen Einnahmen von 729 bis 739 Millionen Dollar in diesem Jahr. Der Gewinn pro Aktie soll 2002 zwischen 70 und 73 Cent betragen. Er liegt dabei laut Thomson/First Call am unteren Ende der Analystenprognosen.

Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wollen die Kalifornier die Gewinnspanne im operativen Geschäft von 23 bis 24 Prozent, die in diesem Jahr erreicht werden, auf über 25 Prozent im nächsten Jahr steigern. Langfristiges Ziel bis 2005 ist eine Marge zwischen 30 und 35 Prozent. Gleichzeitig plant die Company, dann einen Umsatz von drei Milliarden Dollar zu erzielen. Mindestens ein Drittel der Einnahmen soll dabei das expandierende Asiengeschäft generieren: Die Kalifornier hatte vergangene Woche Ebay Singapur ins Leben gerufen und fassen nun die Länder Taiwan und China ins Auge. Trotz Aktivitäten in 17 Ländern steuerten die USA in den letzten drei Quartalen 85 Prozent zu den Einnahmen bei, für die restlichen 15 Prozent zeichneten Ebays Geschäftstätigkeiten in Europa, Asien und Südamerika verantwortlich.

Bereits vor knapp zwei Wochen überraschte Ebay die Analysten mit einer Steigerung von Gewinn und Einnahmen: Das kalifornische Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal einen Nettoprofit von 18,8 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Der Umsatz betrug 194 Millionen Dollar. Im Vergleichsquartal des Vorjahres verbuchte Ebay noch einen Profit von 15,2 Millionen Dollar oder sechs Cent je Anteil. Die Einnahmen beliefen sich damals auf 113 Millionen Dollar.