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E-Plus: i-mode kommt langsam in die Gänge

18.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit dem Startschuss auf der diesjährigen CeBIT hat der Mobilfunkanbieter E-Plus nahezu 38.000 Kunden für seinen proprietären Handy-Internet-Service "i-mode" gewinnen können. Dabei handelt es sich um ein auf der Internet-Sprache i-HTML basiertes Verfahren zum Senden und Empfangen von Multimedia-Inhalten via Handy. Bis zum Jahresende will E-Plus "mehrere Hunderttausend" Anwender von seinem Angebot überzeugen, mit dem der Düsseldorfer Netzbetreiber die japanische i-mode-Erfolgsstory made by NTT DoCoMo auf den deutschen Markt zu übertragen hofft.

Laut E-Plus-CEO Uwe Bergheim stammt jeder vierte i-mode-Kunde seines Unternehmens von einem konkurrierenden deutschen Netzbetreiber. Mittlerweile habe das Projekt auch über 100 Content-Anbieter angelockt. Mithilfe von i-mode beabsichtige man, die derzeitigen Durchschnittseinnahmen pro Kunde von rund 22 Euro pro Monat für Standard-GSM-Dienste (Global System for Mobile Communications) um 20 Prozent zu erhöhen.

E-Plus, eine Tochtergesellschaft der KPN Mobile NV, und das niederländische Unternehmen selbst sind die ersten europäischen Netzbetreiber, die i-mode-Dienste anbieten. Die Technik, die Anwendern Zugriff auf Unterhaltung, Nachrichten und E-Mail über das Mobiltelefon ermöglicht, wurde von NTT DoCoMo entwickelt. Der japanische Mobilfunkanbieter zählt mittlerweile rund 33 Millionen Kunden. (kf)