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E-Plus hilft KPN auf die Sprünge

02.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische TK-Konzern KPN hat seinen Nettogewinn im dritten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Wie KPN-Chef Ad Scheepbouwer bekannt gab, stieg der Überschuss im Jahresvergleich dank gesunkener Kosten von 139 Millionen auf 288 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 2,95 Milliarden Euro zurück. Dabei schrumpften jedoch die Einnahmen aus dem Festnetzgeschäft um 7,8 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro, während die Mobilfunkerlöse gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 6,4 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro zulegten.

Zu dem Anstieg trug insbesondere die deutsche Tochter E-Plus bei. Der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber nach T-Mobile und D2-Vodafone verbesserte seine Nettoerlöse um 14 Prozent auf 676 Millionen Euro. E-Plus glich damit den Umsatzrückgang im niederländischen Mobilfunkgeschäft aus. Dort sanken die Einnahmen um fünf Prozent auf 579 Millionen Euro.

Außerdem konnte das Düsseldorfer Unternehmen im Berichtszeitraum rund 350.000 neue Kunden hinzugewinnen. Davon haben mehr als zwei Drittel Laufzeitverträge abgeschlossen.

Mit 9,07 Millionen Kunden erreichte E-Plus zudem bereits vorzeitig das für Jahresende angepeilte Ziel von neun Millionen Kunden - der Wert entspricht außerdem einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sowie einem Marktanteil von 13,1 Prozent.

Rückläufig war indes der Durchschnittsumsatz pro Nutzer (Arpu): Laut E-Plus sank der Wert im Jahresvergleich von 25 auf 24 Euro je Monat - obwohl der Anteil an den umsatzträchtigen Geschäftskunden gleichzeitig von 14 auf 15 Prozent gestiegen ist. (mb)