E-Plus Chef Krammer plant deutliche Preissenkung

05.12.2006
Dass die Minutenpreise in Deutschland vergleichsweise hoch sind, ist kein Geheimnis. Nun hat E-Plus Chef Michael Krammer angekündigt, dass die Verbindungspreise in den kommenden drei Jahren um knapp 50 Prozent sinken werden. Eine Entwicklung wie in Österreich erwartet der ehemailige tele.ring CEO allerdings nicht.

Seit knapp acht Monaten arbeitet Michael Krammer, ehemaliger CEO des östereichischen Netzbetreibers tele.ring, als E-Plus Chef. Zeit genug, um sich ein Bild über den deutschen Mobilfunkmarkt zu verschaffen - und der ist vor allem eines: anders! Im Vergleich zu unserem Nachbarland sind die Verbindungspreise deutlich höher, das möchte Krammer ändern. Innerhalb der kommenden drei Jahre rechnet er mit einer Halbierung des durchschnittlichen Minutenpreises, dies hätte zur Folge, dass Gespräche künftig häufiger mit dem Mobiltelefon abgewickelt würden. Während in Deutschland etwa 16 Prozent aller Telefonate mit dem Handy geführt werden, sind es in Österreich 60 Prozent, mit 67 Prozent liegt Finnland im europäischen Vergleich vorn; wobei hier die Infrastuktur eine Rolle spielt.

Mit dem Slogan "Der Speck ist los!" ging Michael Krammer bei tele.ring erfolgreich auf Kundenfang, mit einer vergleichbaren Strategie ist er nun bei E-Plus unterwegs. Dabei betrachtet sich der Anbieter als der Herausforderer, schließlich sei man bei der Einführung neuer Technologien nicht immer der Erste, "dafür sind wir kostengünstiger und Preisführer", erklärt der Österreicher.

Die Chancen stehen gut, schließlich habe der "Wettbewerb erst jetzt so richtig begonnen". Bei dem geringen Marktanteil ist zudem noch viel Potenzial für Wachstum vorhanden, auch wenn die Sättigung bereits die Grenze von 100 Prozent überschritten hat.

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