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E-Ink will "Funkpapier" entwickeln

18.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Firma E-Ink hat im Woburn im US-Bundesstaat Massachusetts ein Forschungslabor eröffnet, um dort die Entwicklung flexibler Transistoren voranzutreiben. Diese sollen in mittelfristiger Zukunft einmal papierähnliche Displays ermöglichen. "Unsere endgültige Vision nennen wir ´Radio Paper´", erklärte Forschungsdirektor Michael McCreary. Dabei handele es sich um ein hervorragend lesbares Display im Zeitschriften-Look, das die dargestellten Inhalte drahtlos empfangen soll. Solche Technik sei aber noch wenigstens drei bis fünf Jahre entfernt, so McCreary zu "Computerwire".

Zwischenzeitig behilft sich E-Ink, das unter anderem von Lucent (aus dessen Bell Labs auch wichtige Technik stammt) und Philips finanziert wird, mit Silizium-Transistoren auf einer flexiblen Trägerschicht als Zwischenschritt. Diese "Silicon-on-flex" getaufte Übergangstechnik soll im kommenden Jahr in Produktion gehen. McCreary zufolge sollen vor allem Handys und PDAs von der gegenüber herkömmlicher Technik besseren Lesbarkeit und geringerem Stromverbrauch profitieren.