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E-Benchmarking: Gutes muss nicht billig sein

08.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Remsecker Firma E-Benchmarking kommt im Rahmen ihrer Studie "Wettbewerbsanalyse 2002" (eine kostenlose Zusammenfassung kann man auf der Site des Unternehmens anfordern) zu dem Schluss, dass bei der IT-Beschaffung Qualität ihren Preis hat. E-Benchmarking hatte 100 Systemhäuser um ein schriftliches Angebot für ein größeres Projekt (Hard- und Software, Kommunikationsmodule, Drucker und Dienstleistungen wie Installation, Schulung und Service) mit einem zuvor ermittelten Investitionsvolumen von rund 150.000 Euro aufgefordert.

Die daraufhin eingereichten Angebote reichten von 100.000 bis über 200.000 Euro. In der Preiskategorie zwischen 100.000 und 130.000 Euro (zirka 40 Prozent lagen in diesem Bereich) überwogen qualitativ unzureichende Angebote. "Notwendige Produkte wurden weggelassen, Server und Backup-Lösungen waren unterdimensioniert, der Schulungsaufwand wurde zu gering kalkuliert, Hardwareservice wurde zum Teil überhaupt nicht angeboten", heißt es bei E-Benchmarking.

Das Ziel von IT-Verantwortlichen müsse es sein, ein bestimmtes Projekt zu den bestmöglichen Konditionen abzuwickeln, lautet das Fazit, und nicht den billigsten Anbieter auszuwählen. Auch IT-Entscheider sollten wissen: Wer mit Peanuts bezahlt, der könne nur Affen anlocken. Es gelte, die Leistung und nicht den Preis eines Anbieters zu prüfen, denn schlimmer als vielleicht fünf Prozent höhere Kosten sei ein misslungenes Projekt durch inkompetente Partner. (tc)