Robotic Process Automation

DXC bietet RPA aus der Cloud

06.02.2018
Die Automatisierung einfacher Geschäftsprozesse in der Verwaltung ist das Versprechen, das „Robotic Process Automation“ (RPA) einlösen soll. Der IT-Dienstleister DXC Technology startet nun mit einer Digitalplattform für Robotic Process Automation as a Service.

"Agile Process Automation" (APA) heißt die digitale Plattform, die Robotik-Prozessautomatisierung aus der Cloud bieten und dabei Algorithmen der künstlichen Intelligenz (KI) verwenden soll, um die Geschäftsprozesse eines Unternehmens zu verbessern. Der IT-Dienstleister DXC, der aus der Fusion von CSC und der IT-Dienstleistungssparte von HP Enterprise hervorging, verlässt sich dabei auf die Unterstützung der RPA-Spezialisten Blueprism und UiPath sowie des IT-Dienstleisters PwC.

Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand - das zumindest ist die Botschaft der IT-Industrie, wenn es um Robotik geht.
Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand - das zumindest ist die Botschaft der IT-Industrie, wenn es um Robotik geht.
Foto: Zapp2Photo, shutterstock.com

Bei der RPA werden Geschäftsprozesse, die anwendungsübergreifend nach den immer gleichen Regeln ablaufen, komplett automatisiert. Dabei setzen Softwareroboter auf der vorhandenen, unveränderten Anwendungslandschaft auf und bedienen zum Beispiel Datenbanken, CRM und ERP-Systeme oder auch Office-Dokumente über das Frontend nach festgelegten, aber flexibel änderbaren Regeln. Eine Backend-Integration ist dafür nicht nötig. Die Softwareroboter können beispielsweise Daten zwischen Anwendungen transferieren oder kopieren und dabei von Prozessdesignern jederzeit an neue Regeln angepasst werden (siehe auch die Beiträge Versicherungen: RPA mischt die Karten neu und Kollege Roboter, übernehmen Sie!)

Die APA-Plattform von DXC stellt hierfür eine Cloud-basierte Lösung mit KI-Elementen dar. Das Unternehmen verspricht, dass selbstlernende Robotik-Systeme zum Einsatz kommen, die sich den Anforderungen eines Unternehmens nach und nach automatisch anpassen. Chancen ergeben sich laut Anbieter in folgenden Bereichen:

  • Diagnose und Bewertung: Durch eine KI-gestützte Analyse strukturierter und unstrukturierter soll APA den Kunden eine Echtzeitansicht ihrer Ineffizienzen in den Geschäftsprozessen ermöglichen.

  • Advisory: DXC und seine Partner erstellen auf der Basis dieser Geschäftsprozessanalyse eine Roadmap für die Automatisierung von Prozessen mithilfe von RPA. Dabei sollen Industriestandards und Best Practices für Geschäftsprozesse genutzt werden.

  • Modulare Automation: Module aus der Business Process Services (BPS) Automation Factory kommen zum Einsatz, um Kunden schnelle Ergebnisse zu liefern.

  • Hybride Arbeitswelten: Laut DXC arbeiten Menschen, KI und Roboter eng zusammen. Ein Cloud-basiertes Orchestrierungswerkzeug ordnet und optimiert demnach die Arbeit.

Nicht kleckern, klotzen!

DXC meint es offenbar ernst mit seiner Cloud-basierten RPA-Lösung: Über 1000 Automationsexperten sollen damit arbeiten, über 700 Roboter in drei Auslieferungszentren sollen zu einer besseren Prozesstransparenz, weniger Geschäftsunterbrechungen, geringeren Kosten und reduzierten Risiken beim Kunden führen.

Digital Leaders Academy

Allerdings ist DXC in diesem Zukunftsmarkt bei weitem nicht alleine unterwegs. Neben den Partnern Blue Prism und UiPath spielt vor allem Automation Anywhere und Thoughtonomy eine wichtige Rolle im Markt. Weitere Spezialisten sind WorkFusion, Pegasystems, NICE, Kryon Systems, Almato oder die Scheer Group. Unter den IT-Beratern und Dienstleistern sind zudem Accenture, IBM, Bearing Point, Cognizant und viele andere aktiv. (hv)