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Durchwachsenes Quartal für Juniper Networks

20.07.2006
Das Unternehmen kämpft derzeit an vielen Fronten um die Gunst der Wallstreet.

Der Netzausrüster Juniper hat in seinem zweiten Quartal den Umsatz um 15 Prozent gesteigert. Die Einnahmen klettern von 493 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 567,5 Millionen Dollar. Damit schnitt das Unternehmen im Rahmen der Wallstreet-Erwartungen ab. Angaben zum Ergebnis konnte Juniper nicht machen, denn derzeit werden die Auswirkungen von falsch terminierten Aktienoptionen untersucht.

Zum gegenwärtigen Stand der Ermittlungen durch den Verwaltungsrat sei davon auszugehen, so das Unternehmen, dass verschiedentlich Optionen an einem falschen Zeitpunkt ausgeübt wurden. Der Hauptgrund für das Verhalten liegt darin, den Wert der Optionen zu steigern. Da nicht klar ist, wie hoch die Sonderaufwendungen ausfallen werden, können noch keine Zahlen zum Gewinn genannt werden.

Zudem kündigte Juniper Sonderabschreibungen in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar auf Werte der übernommenen Firmen Netscreen, Peribit, Redline und Kangoor an. Außerdem hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Dollar verabschiedet. Die Prognosen für den aktuellen Berichtszeitraum wurden von Juniper angehoben, allerdings liegen sie immer noch unter den Erwartungen der Analysten. Schließlich wurde ein weltweites Outsourcing-Abkommen mit dem Auftragsfertiger Flextronics abgeschlossen. Finanzielle Details des Deals wurden nicht gegannt. (ajf)