Datenschutzgrundverordnung

DSGVO bringt ordentlich Bewegung in den Markt

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Datenschutzprofis und Entwickler führen das Ranking der Freiberufler mit den höchsten Stundensätzen an, wie eine aktuelle Untersuchung der Freiberuflerbörse freelance.de zeigt.
Die Datenschutzgrundverordnung sorgt für viel Wirbel. Bis zur Gültigkeit der Verordnung sind es nur noch wenige Tage.
Die Datenschutzgrundverordnung sorgt für viel Wirbel. Bis zur Gültigkeit der Verordnung sind es nur noch wenige Tage.
Foto: Wayne0216 - shutterstock.com

Langsam hat auch der letzte Mittelständler mitbekommen, dass er in Sachen Datenschutz aktiv werden muss. Von dieser Entwicklung profitieren die Freiberufler, die sich rechtzeitig mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und jetzt die Früchte ihrer (Vor-)Arbeit ernten können. "Das Inkrafttreten der EU-DSGVO zum 25. Mai 2018 beschäftigt alle Marktteilnehmer", sagt Simon Gravel, CEO von der Freiberuflerbörse freelance.de, die Plattform für Freiberufler. Die fehlende Expertise in den Unternehmen werde oftmals durch externes Know-how kompensiert. freelance.de zum Beispiel, habe dazu auch ein sogenanntes Datenschutz-Cockpit entwickelt, das Auftraggebern Rechtssicherheit zusichert und den Freelancern auf der anderen Seite bestmögliche Transparenz.

Auf der Plattform freelance.de bringt CEO Simon Gravel Freiberufler, IT-Selbständige und Auftraggeber zusammen.
Auf der Plattform freelance.de bringt CEO Simon Gravel Freiberufler, IT-Selbständige und Auftraggeber zusammen.
Foto: Freelance.de

Der freiberufliche IT-Berater mit Datenschutz-Know-how erhält nach einer Auswertung der Freiberuflerbörse freelance.de demnach momentan einen durchschnittlichen Stundensatz von 92,67 Euro, was ein Plus von 3,21 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Und gehört damit zu den ganz Begehrten auf dem Freelancer-Markt.

Zu den Begehrten darf sich auch der Entwickler zählen. Die Nachfrage nach Java-Profis ist nach wie vor ungebrochen. Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 83,78 Euro und damit verteidigen die Programmierer den zweiten Platz im Ranking der bestverdienenden IT-Freelancer. "Entwickler, die dem großen C mächtig sind, haben weiterhin positive Aussichten", kommentiert freelance.de-Chef Gravel. Unter den Entwicklern auf freelance.de wurden im ersten Quartal dieses Jahres vor allem App-Spezialisten vermehrt nachgefragt

Lernen Sie Data Science

Auch SAP-Experten sind weiterhin hoch im Kurs. Ob fest angestellt oder freiberuflich - Hauptsache aktuelles SAP-Know-how, am besten Hana-Kenntnisse, im Lebenslauf. Einen knappen Euro konnte ein Spezialist in diesem ersten Quartal 2018 zusätzlich mehr verlangen - im Vergleich zum Vorquartal, also dem vierten des vergangenen Jahres. Besonders gute Karten hat ein Freelancer, wenn er das ECC-Modul im Schlaf beherrscht.

Die Stundensätze der Projektmanager und -leiter werden immer noch über alle Bereiche der IT hinweg nachgefragt. Entsprechend stabil bleibt ihr Stundensatz.

Die Spitzenverdiener unter den Freiberuflern

1. IT-Consultant (Trend: Datenschutz)
Durchschnittlicher Stundensatz: 92,67 EuroWeitere Schwerpunkte: künstliche Intelligenz, Datenmigration

2. Software-Entwickler (Trend: Java)
Durchschnittlicher Stundensatz: 83,78 EuroWeitere Schwerpunkte: App (iOS und Android), C

3. SAP-Experte (Trend: SAP ECC)
Durchschnittlicher Stundensatz: 82,11 EuroWeitere Schwerpunkte: SAP HANA 2.0

4. Qualitäts-Management (Trend: Testautomation)
Durchschnittlicher Stundensatz: 80,83 EuroWeitere Schwerpunkte: ISTQB (International Software Testing Qualifications Board - eine gemeinnützige Zertifizierungsstelle für Softwaretester)

5. Projektmanager (Trend: SAS)Durchschnittlicher Stundensatz: 77,76 Euro

So sieht das durchschnittliche Profil des Topverdieners aus:
Datenschutzberater (IT-Consultant Datenschutz)
- Geschlecht: männlich
- Alter: 49 Jahre
- Bildung: Diplom- Wirtschaftsingenieur
- Erfahrung: acht Jahre im Spezialgebiet Datenschutz