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Dresden kann im Beihilfepoker um AMD-Werk nicht mithalten

26.03.2007
Im Wettlauf um eine neue Milliardeninvestition des US-Halbleiterherstellers Advanced Micro Devices (AMD) rechnet sich Dresden als bisheriger Hauptstandort schwache Chancen aus.

Nach Verringerung der EU-Beihilfen sei Sachsen gegenüber Konkurrenzregionen ins Hintertreffen geraten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag). Der US-Bundesstaat New York biete eine Förderung von einer Milliarde Dollar für das nächste Werk, sagte der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU). "Da können wir nicht mehr mithalten."

Nach der zu Jahresbeginn reduzierten EU-Beihilferegelung wären in Dresden für die 3,2 Milliarden Dollar teure Fabrik nur Subventionen von 365 Millionen Dollar möglich, berichtet die Zeitung weiter. "In der Chipindustrie ist Ostdeutschland Weltklasse. Das dürfen wir keinesfalls aus Spiel setzen", sagte Milbradt.

AMD hat in Dresden zwei Chipfabriken mit 3000 Mitarbeitern errichtet, eine dritte ist im Bau und soll 2008 den Betrieb aufnehmen. Nach Angaben der sächsischen Landesregierung sind bislang insgesamt zehn Milliarden Euro in den Halbleiterstandort "Silicon Saxony" rund um Dresden geflossen. 200 Unternehmen mit 22.000 Mitarbeitern bringen pro Jahr einen Umsatz von etwa drei Milliarden Euro. (dpa/tc)