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Dotcom-Sterben erfasst Toyzone

01.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit dem britischen Online-Spielzeugladen Toyzone geht wieder einmal eine Dotcom vom Netz. Auf ihrer Website entschuldigt sich die Company für alle Unannehmlichkeiten und gibt eine E-Mail-Adresse als Kontakt für Fragen nach noch in der Pipeline befindlichen Bestellungen an. Toyzone war Ende 1999 mit einem Risikokapital von 3,13 Millionen Euro an den Start gegangen. Zur Zeit des Internet-Booms hatte das Unternehmen sogar einen Börsengang anvisiert, der Gerüchten zufolge über 390 Millionen Euro bringen sollte. Nachdem keine weiteren Venture-Capital-Geber gewonnen werden konnten, musste Toyzone seine Börsenpläne jedoch auf Eis legen. Die Entscheidung zur Geschäftsschließung fiel, nachdem der US-Rivale Etoys sich in dieser Woche unter Gläubigerschutz begab (Computerwoche online berichtete).