Doppelter Rechtsstreit zwischen EDS und Perot

21.10.1988

DALLAS (IDG) - Gegenseitig verklagt haben sich General Motors' DV-Tochter EDS und deren Ende 1986 ausgeschiedener Gründer H. Ross Perot. Gegenstand der Auseinandersetzung sind die jüngsten Aktivitäten Perots, der bei seinem Ausscheiden aus der EDS nicht nur 700 Millionen Dollar für seine Aktien kassiert, sondern auch eine Konkurrenzausschlußklausel für drei Jahre unterzeichnet hatte.

Während GM und EDS Perot als vertragsbrüchig betrachten, weil er sich dennoch bereits der US-Postverwaltung als Berater angedient hatte, sieht er sich selbst in der Rolle des Opfers. Seine frühere Firma versuche ihn, der nichts Unrechtes getan habe, zu ruinieren. Dabei habe er seine Systemintegrations-Dienste doch nur auf Non-profit-Basis angeboten.

Als vor einigen Wochen der US Postal Service Perots neue Firma Perot Systems beauftragt hatte, erhob EDS Einspruch bei der Aufsichtsbehörde GSA. Doch die, so befand jetzt eine Bundes-Berufungsinstanz, sei für die Post nicht zuständig; folglich hätte Perot arbeiten dürfen. EDS ist es auch ein Dorn im Auge, daß der Ex-Chef 50 Mitarbeiter, darunter acht Manager, mitgenommen hat.