Microsoft setzt Multimedia-Strategie fort

Direct-X-Schnittstellen jetzt in Version 5.0 verfügbar

22.08.1997

Die speziell für Multimedia-Anwendungen und Spiele konzipierten Application Programming Interfaces (APIs) ermöglichen den direkten Zugriff beispielsweise auf Sound- und Grafikkarten. Dabei wird laut Anbieter eine durchgängige Treiber-Kompatibilität erzielt. Zu den neuen Eigenschaften gehört die mit dem Beta-Release eingeführte Java-Unterstützung in den Direct-X-Foundation-Classes, die einen direkten Zugriff von Java-Programmen auf die Schnittstellen ermöglichen (siehe CW Nr.15 vom 11. April 1997, Seite 10: "Direct X nun auch mit Java").

Das "Direct-3D"-API beschleunigt laut Anbieter mit den "Draw Primitive Services" die Datenübertragung polygonaler Grafiken und verwendet die unter dem Codenamen "Talisman" im August letzten Jahres im Entwurf vorgestellte Technologie für Hauptplatinen und Grafikkarten. Das "Direct-Draw"-API unterstützt die von Intel entwickelte Busarchitektur Accelerated Graphics Port (AGP) und ist für dessen MMX-Technologie optimiert worden. Weitere Schnittstellen sind "Direct Input" für den schnellen Datendurchsatz beispielsweise im Bereich von Spielekonsolen. "Direct Play" verfügt über Sicherheits-Features von Windows NT und unterstützt Client-Server-Umgebungen, "Direct Sound" soll die Übertragung von Tonsequenzen vereinfachen. Direct X unterstützt zudem den Industrie-Standard Open GL.