Die zehn schwersten SOA-Hürden

27.07.2007
Von 
Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

10. SOA-Komponenten testen

Was eigentlich für jedes Softwareprojekt gelten sollte, vernachlässigen Unternehmen mit SOA-Ambitionen offenbar immer wieder: das gründliche Testen sämtlicher Komponenten vor dem produktiven Betrieb. Gartner-Marktforscher führen dieses Versäumnis auf ihrer Hitliste der häufigsten technischen Fehler in SOA-Vorhaben. "Kein Proof-of-Concept, keine Belastungstests", wundert sich Pezzini. Dabei sei das Testing für ein reibungsloses Funktionieren absolut kritisch. Unternehmen sollten dafür mindestens 25 Prozent der für ein SOA-Projekt geplanten Ressourcen veranschlagen, lautet sein Rat.

Dass die Vielzahl an Services und unterschiedlichen Infrastrukturkomponenten diese Aufgabe komplex und aufwändig macht, liegt auf der Hand. Doch die Softwareanbieter trügen daran eine Mitschuld, urteilt Mösch: "Die Hersteller werfen so schnell wie irgend möglich SOA-Produkte auf den Markt, die sich später als unreif erweisen." Besonders nachteilig für Kunden wirkten sich die Expansionsstrategien der großen Player aus, die ihr Angebot durch Übernahmen vergrößern. Mösch: "Die Portfolios sind oft Stückwerk, Produkte passen nicht zusammen und sind entgegen den Ankündigungen nicht integriert." (wh)

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