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Die Software AG kann im Ausland punkten

24.10.2006
Das dritte Quartal lief besser als erwartet, doch ließ das Unternehmen die Jahresprognose unverändert. In Deutschland stagniert das Geschäft.

Der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern, die Darmstädter Software AG, hält nach überraschend deutlichen Quartalssteigerungen an den Wachstumszielen für 2006 fest. Im nächsten Jahr will das Unternehmen seinen Umsatz wie 2006 um zehn Prozent steigern, teilte die im TecDAX notierte Gesellschaft am Dienstag mit. Dabei setzt die Software AG vor allem auf Lizenzumsätze, die bisher bereits die stärksten Wachstumstreiber sind. Diese Erlöse gelten Branchenbeobachtern als wichtige Kennzahl, da der Verkauf neuer Software Umsätze mit Wartung, Service und Beratung nach sich zieht. Marktbeobachter äußerten sich in einer ersten Einschätzung positiv zu den Ergebnissen des dritten Quartals. Einige Experten hätten zwar mit einem höheren Ausblick für 2006 gerechnet, aber die Darmstädter hätten nun Details zum nächsten Jahr genannt, hieß es. Der Titel gewann im frühen Handel zwei Prozent hinzu.

Im dritten Quartal war der Überschuss im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 17,1 Millionen Euro gestiegen. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 16,1 Millionen Euro gerechnet. Je Aktie wuchs der Gewinn von 55 auf 61 Cent, die Prognose hatte sich auf 57 Cent belaufen. Der operative Gewinn (Ebit) legte um elf Prozent auf 25,6 Millionen Euro zu. Auch hier wurden die Erwartungen übertroffen. Der Gesamtumsatz wuchs im Berichtsquartal um zehn Prozent auf 113,8 Millionen Euro, zwei Millionen Euro mehr als erwartet. Der Umsatz mit Dienstleistungen sank derweil von 28,5 Millionen auf 28,2 Millionen Euro. Die Wartungserlöse legten von 45,8 Millionen auf 48 Millionen Euro zu. Die Software AG nannte dieses Plus ein "Ergebnis der kontinuierlich gestiegenen Lizenzumsätze der Vorjahre". Der Lizenzumsatz stieg im dritten Quartal um 27 Prozent auf 37 Millionen Euro und steuerte damit ein Drittel zu den Gesamterlösen bei. Ein Jahr zuvor waren es noch 28 Prozent.