Cloud-Desaster

Die schlimmsten Ausfälle der Cloud-Frühzeit

11.08.2019
Von JR Raphael

Salesforce und Terremark

Salesforce

Das Datenzentrum von Salesforce.com war im Januar 2011 nicht erreichbar. Das Jahr war gerade vier Tage jung, als Salesforce.com vom Versagen auf ganzer Linie berichtete. Die Services und Backups waren hinüber. "In Wirklichkeit gehen auch Cloud-basierte Datenzentren kaputt", sagt Tin Crawford, der Leiter der Technologieabteilung bei All Covered, einer Abteilung von Konica Minolta. "Das war schon immer der Fall und das wird auch immer der Fall bleiben. Wir müssen das Ganze realistisch betrachten"

Crawford sagt, dass erfolgreiche Cloud-IT eine andere Herangehensweise benötigt als eine traditionellen Server-Archtitektur: Es liegt an Ihnen, meint er, zu entscheiden, ob Ihre Unternehmens eine kurzzeitige Nicht-Erreichbarkeit der Daten verkraftet. Falls dies nicht der Fall sein sollte, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Konfiguration so gewählt wurde, dass dieser Fall nicht eintritt.

"Sie sollten prüfen, ob der Cloud-Provider in der Lage ist eine höhere Redundanz zu bieten, als Sie und Ihr Unternehmen allein dazu in der Lage wären", sagt Crawford. "Wenn die Antwort nein lautet, warum nutzen Sie dieses Unternehmen dann?"

Terremark

Das Glück wandte sich von Terremark am 17. März 2010 ab. Der Cloud-Dienst namens vCloud Express stürzte an diesem Tag ab, zusammen mit einem in Miami ansässigen Datenzentrum. Beide waren für etwa sieben Stunden nicht erreichbar. Die Nutzer konnten die ganze Zeit über nicht auf die dort gespeicherten Daten zugreifen.

Auch hier wird die Notwendigkeit von Redundanz deutlich. Wenn Sie Ihre wichtigen Daten auf mehreren Servern in unterschiedlichen Datenzentren, oder noch besser in unterschiedlichen Regionen, gespeichert haben, sind Sie gut beraten worden. Sie können sogar noch eine weitere Sicherheitsvorkehrung treffen und die Daten bei mehreren Anbietern sichern.

"Sie können eine Vielzahl von Providern aussuchen, um Ihre Arbeit zu sichern. Einen oder zwei als Sicherung und einen als Primär-Anbieter", schlägt Harold Moss, der Leiter der Technologieabteilung des IBMs Cloud Security Strategy Programms. "Sie können dann Ihre Arbeit bei den Unternehmen sichern und sich auf andere Dinge konzentrieren."