Die Quellen der quelloffenen Software

01.06.2001
Von Eva-Katharina Kunst
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Linux, Apache und KDE sind bekannt. Doch der Fundus quelloffener Software ist viel reicher. Es gibt zahlreiche Anlaufstellen, die Anwendern auf der Suche nach Applikationen und Projektinfos weiterhelfen.

Die Situation entbehrt nicht der Komik: Ausgerechnet die Open-Source-Gemeinde, bekannt für ihre Vorliebe zu dezentralen Strukturen (in der Entwicklung wie auch anderweitig), setzt bei Management und Programmabwicklung ihrer Projekte im Wesentlichen auf nur ein Pferd. "Sourceforge" heißt dieses Forum für Open-Source-Entwickler. Der Name ist Programm. Hier schmieden Abertausende von Entwicklern an mehr als 18 000 Open-Source-Projekten - eine wahre Goldgrube für jeden Anwender.

Sourceforge wurde im November 1999 vom amerikanischen Linux-Dienstleister VA Linux Systems ins Leben gerufen und mauserte sich innerhalb eines Jahres zum weltweit größten Application-Service-Provider (ASP) für Open-Source-Entwickler. Für die technische Seite der Projektorganisation stellt VA Linux Server und Speicher mit insgesamt 35 GB RAM und 4,5 TB Festplatten zur Verfügung.

Für das Hosting der Projekte stehen Web-, File-, Datenbank- und Firewall-Server zur Verfügung. Darüber hinaus können die Open-Source-Entwickler auf Administrations-Tools, Projekt-Management-Software, ein Bug-Tracking-System sowie Software zur Archivierung und Dokumentation zurückgreifen. Jedes Projekt verfügt über sein eigenes FTP-Directory, Mailing-Listen und Diskussionsforen.

Quelle für Anwender