Anwender sollten sich noch zurueckhalten

Die Qualitaet von Multimedia: ein Buch mit sieben Siegeln

08.03.1996

Als sich Ende 1989 fuer die Menschen von Plauen bis Rostock die Tore in den Westen oeffneten, standen Karossen aus Wolfsburg, Ruesselsheim und Koeln ganz oben auf ihren Wunschzetteln. Binnen kurzer Zeit wurde den verdutzten Pkw-Dealern das komplette Angebot aus den Haenden gerissen. Dass der blinden Kaufwut bald das boese Erwachen folgen sollte, konnten die mit Taschen voller Ersparnisse ausschweifenden ostdeutschen Mitbuerger damals nicht ahnen. Jedes dritte Objekt der Begierde war sein Geld nicht wert, und sehenden Auges wurde einer nach dem anderen ueber den Tisch gezogen. Viele werden sich noch heute ungern daran erinnern, dass ihre Unwissenheit von eiskalten Geschaeftemachern gnadenlos ausgenutzt worden war.

Heute braucht man nur durch die modernen Warentempel der ausgehenden Postmoderne zu wandeln, um bei Computerkids dasselbe Phaenomen zu entdecken. Denn aus den flimmernden Kisten und scheppernden Boxen droehnt die Zukunft direkt ins Gehirn. Der Multimedia-Wahn geht um. Wer allerdings glaubt, das Getoese ziehe allein Jugendliche in Bann, sieht sich getaeuscht. Multimedia hat nahezu eine Massenpsychose ausgeloest. Kaum eine Messe, auf der nicht die neueste interaktive Sensation praesentiert wird; ja selbst im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen basteln Redakteure an virtuellem Schnickschnack herum. Kein Wunder, dass unter solchen Vorzeichen auch in den Unternehmen rund um den Globus das Fieber grassiert.

Das Zauberwort Multimedia wurde 1995 zum Begriff des Jahres gekuert, es ist inzwischen in aller Munde und - wie koennte es anders sein - der Shooting-Star der IT-Branche. Mit dem Jahrhundert-Boom der bunten interaktiven Verfuehrungskunst kann es auf absehbare Zeit wohl niemand aufnehmen. Multimedia ist ein grosses Geschaeft, und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das emsige Treiben seltsame Blueten treibt. Es ist verwunderlich, wie viele Interessenten sich eilfertig zum Kauf multimedialer Produkte hinreissen lassen.

Trotzdem ist es zu einem wirklich boomenden Markt noch weit hin. Was geschieht, wenn der Anwender ploetzlich nicht mehr bereit ist, fuer jeden Unsinn teures Geld auf die Theke zu legen, wenn er Fragen nach Standards und Qualitaet zu stellen beginnt? In den Reihen der Key-Player unter den deutschen Anbietern hatte sich seit geraumer Zeit Unruhe breitgemacht, bis sie vor sechs Monaten schliesslich die Initiative ergriffen. Qualitaet sei die Voraussetzung fuer den Erfolg jedes Produkts, darin war man sich schnell einig und gruendete den Deutschen Multimedia Verband (DMMV). Die Qualitaetssicherung des Angebots, der Produktion sowie der Ausbildung im Multimedia-Markt brennt den Lobbyisten ganz besonders auf den Naegeln.

Dem DMMV ist an Richt- linienkompetenz gelegen

Mit der Erarbeitung von rechtlichen Standards sowie Honorar- und Kalkulationsleitfaeden fuer das Business-to-Business-Geschaeft ist den Mitarbeitern um Geschaeftsfuehrer Alexander Felsenberg vor allem an der Richtlinienkompetenz gelegen, die den DMMV zum Ansprechpartner Nummer eins fuer Gesetzgeber, Behoerden und die Oeffentlichkeit positionieren soll. Die inzwischen 60 Mitgliedsunternehmen umfassende Gruppe von Multimedia-Pionier Pixelpark, Berlin, ueber Kabel New Media, Hamburg, bis zu MacGuffin, Muenchen, bemueht sich, so ein Auszug aus der Gruendungssatzung, zu einer berufsstaendischen Ordnung der Online- und Offline-Multimedia-Produzenten beizutragen.

Kurz nach seiner Gruendung begab sich der Verband auf die politische Buehne in Bonn. Zur Bundestagsanhoerung im letzten Jahr ueberreichte der DMMV jedem Bundestagsabgeordneten eine Demoversion der marktgaengigen Online-Dienste. Mit der Aktion "Politiker auf Draht" (online) wollten sie auf die Prioritaet von Telekommunikation und Multimedia fuer die Wirtschaft aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass 1996 ihrer Einschaetzung nach vom Online-Thema beherrscht werde. Nach vorliegenden DMMV-Zahlen existieren rund 500000 Internet-Anschluesse ueber deutsche Provider, waehrend etwa zwei Millionen Anwender hierzulande ihren Zugang zum Internet ueber Privatanschluesse, Firmen und Universitaeten waehlen. Online und Internet sind also auch im professionellen Multimedia- Markt auf Jahre die Renner.

Hinsichtlich der Qualitaet gibt Felsenberg zu, dass das Verhaeltnis zwischen Anbietern und Kunden sehr gespannt ist. "Der Anwender kauft die Katze im Sack", oder anders ausgedrueckt, solange kein Qualitaetssiegel die Verpackung ziert, laesst sich jeder fuer dumm verkaufen. Auch andere Marktbeobachter stimmen diesem Urteil zu. Arne Bleyl, Gruendungsbeauftragter des Koelner Multimedia Support Center (MSC), spricht von einem gewaltigen Bedarf an qualitaetssichernden Massnahmen im Multimedia-Markt. Bekanntlich laesst sich ein Markt nur erschliessen, wenn genuegend Transparenz ueber das Angebot sowie tragfaehige Strukturen zur weiteren Dynamisierung der Entwicklung existieren. Staendig entstehen Studios und multimediale Kaderschmieden. Das Innovationstempo ist enorm, und die Risikobereitschaft der Investoren nimmt zu - fuer Deutschland eher untypisch schwarze Schafe haben in dieser Zukunftsarena nichts verloren.

Die Realitaet sieht anders aus: Manch gestrandeter Grafik-Designer traeumt von der schnellen Mark, kauft sich ein Toolbook von Macromedia oder Asymetrix und versucht mit diesen bescheidenen Mitteln die grosse Nummer abzuziehen. Felsenberg kennt solche Faelle: "Zuerst macht man eine Slideshow, denn fuer eine richtige Medienintegration reicht es noch nicht. Was beim Sound noch funktioniert, ist bei einem Video kompliziert." Irgendwann versteht selbst der letzte Entrepreneur, der vorher in der Werbeagentur layoutet hat, dass er mit seinem Latein am Ende ist, weil er Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand gnadenlos unterschaetzt hat.

Nur Nebenrolle fuer Standard-Toolkits

Fuer Entwickler, die einen hohen professionellen Anspruch an die Arbeit stellen wie etwa die Essener Panvision, spielt der Einsatz von Standard-Toolkits nur eine Nebenrolle. Die auf interaktive Lernprogramme spezialisierte Company legt grossen Wert auf Eigenentwicklungen, die im Zusammenspiel mit Paedagogen erarbeitet werden. Wie Panvision-Mitarbeiter Ralf Braeuer kritisiert, wird das amerikanisch dominierte Angebot auf CD-ROM ohne Ruecksicht auf kulturelle Unterschiede einfach auf den deutschen Markt adaptiert. Felsenberg gibt zu, dass dies dem Verband besonders zu schaffen macht. Er beklagt zudem, dass gerade im Online-Bereich viel studentische, also billige Arbeit geleistet wird. "Unlaengst hatte ein oeffentlich gefoerderter Anbieter online und in seinem Printmedium damit geworben, dass er mit seinen studentischen Arbeitskraeften guenstiger als der Wettbewerb anbieten koenne. So kann man keinen Markt aufmachen."

Adaequate Ausbildung von Fachkraeften ist wichtig

Ob man sich als Endanwender fuer das Multimedia-Angebot auf CD-ROM oder in den Online-Diensten interessiert oder ob sich ein Unternehmen eine Auftragsproduktion, etwa fuer eine schnittige Praesentation, auf die Silberscheibe pressen laesst - unabhaengige Beratung ist rar. Institutionen wie das Muenchener ILTEC (International Learning Technology Centre), SODIS (Software Dokumentations- und Informa- tionssystem) in Soest und das in Gruendung befindliche MSC in Koeln sind lohnenswerte Initiativen, aber bei weitem nicht in der Lage, zu der von allen Beteiligten gewuenschten Transparenz beizutragen.

Untrennbar mit dem Aspekt Qualitaet verknuepft ist die Frage nach der adaequaten Ausbildung der Fachkraefte. Zu Recht fragt man sich, wo die Spezialisten fuer die hochkomplexen Taetigkeitsfelder herkommen sollen? Ein Blick in die Stellenangebote ueberregionaler Blaetter wie der SZ oder FAZ offenbart, welche Nachfragelawine hier losgetreten worden ist.

BBDO Interactive beispielsweise, die inzwischen 50 Mann starke Multimedia-Truppe der gleichnamigen Werbeagentur in Duesseldorf, sucht staendig nach Experten wie Online-System-Programmierer, Screen-Designer, Game- und 3D-Designer oder gar Internet-Scouts. Exzellente Einstiegs- und Aufstiegschancen wird derjenige haben, der IT-Know-how und Werbekultur unter einen Hut bringen und in eine saubere Konzeption und Realisation umsetzen kann. Arbeit gibt es wie Sand am Meer: Die Werbekundschaft, darunter zunehmend IT- Anbieter, setzen voll auf den Multimedia-Trend. Ob Point-of-sale, Point-of-information, CD-ROM, on- oder offline, ob Internet, Compuserve oder America Online - das Geschaeft laeuft glaenzend.

Die Auftragslage der Multimedia-Produzenten waechst kontinuierlich, und zwar auf hohem Niveau. Allein in der Werbung steigt die Nachfrage nach interaktiven Produkt- und Unternehmenspraesentationen, interaktiver Aus- und Weiterbildung, elektronischen Katalogen und Online-Anbindungen mit hoher Geschwindigkeit. Weil Werbeagenturen nur in Ausnahmefaellen als technologisch innovativ einzustufen sind, koennen Multimedia- Spezialdienstleister hier eine interessante Nische besetzen. Erfolgreich wird sein, wer sich weniger auf technologische Eiertaenze konzentriert, sondern den interdisziplinaeren Schulterschluss sucht. Kompetenzen aus IT, Betriebswirtschaft, Marketing, Design sowie den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften koennen eine schlagkraeftige Einheit bilden. Der Muenchner Unternehmensberater Roland Berger wagt die Prognose, dass bis zum Jahr 2000 rund zwei Millionen Arbeitsplaetze in Deutschland unmittelbar auf das Vordringen von Multimedia zurueckzufuehren sind. Etwa 500 Unternehmen wuerden sich in den kommenden Jahren als Vorreiter dieser Entwicklung in Szene setzen. Berger erwartet einen Anstieg des Multimedia-Marktvolumens auf 17 Milliarden Mark.

Kriterien fuer die Qualitaetssicherung fehlen

Hinsichtlich des Personalbedarfs stellt sich die Frage, wie die sich abzeichnende Nachfrage nach ausgebildeten Fachkraeften auf Dauer zu decken sein wird. In der Ausbildung fehlen Kriterien fuer die erforderliche Qualitaetssicherung. Es gibt weder verbindliche Richtlinien und Standards noch eine gemeinsame Sprache. Bis man sich auf Codes und Normen zur Ueberwindung des babylonischen Verwirrspiels verstaendigt hat, werden wohl noch einige Gigabytes auf Speichermedien gebrannt werden.

Fuer den DMMV und die inzwischen stattliche Zahl an Weiterbildungsanbietern ist Eile geboten. Denn die Nachfrage nach professionellen Multimedia-Anwendungen und praxisnah ausgebildeten Spezialisten soll innerhalb der naechsten fuenf Jahre ueberproportional zunehmen.

Gefragt sind vor allem technisch versierte Fachkraefte, Organisatoren, Konzeptioner und Didakten. Ob allerdings Qualifizierungsangebote mit "Berufs-Mogelpackungen", so ein Schulungsanbieter, den Erfordernissen des Personalmarkts entsprechen, ist zu bezweifeln. Einen Elektrotechniker innerhalb von zehn Monaten zum Multimedia-Designer umzuschulen, duerfte kaum dem Problem gerecht werden.

Der Animator soll digitale Details kennen

"Die Situation in der Weiterbildung ist nicht gut", sagt Felsenberg. Qualitaet sei ohne das richtige Personal nicht auf die Beine zu stellen. Woher holt man sich einen Medienanimator, der sich in digitalen Details auskennt und in der MPEG-Programmierung fit ist? Man braucht Leute mit Wissen in Netzwerken und Computerhardware, Informatiker fuer die logische Entwicklung eines Datenbankkonzepts und den Grafiker mit Know-how im Screen-Design. Zur Erhebung des konkreten Weiterbildungsbedarfs hat der DMMV unlaengst einen Fragebogen an alle Multimedia-Entwickler geschickt. Sobald die Daten ausgewertet sind, werden konkrete Vorschlaege fuer Ausbildungsinhalte festgeschrieben.

Noch dominiert ein kunterbuntes Angebot hoechst unterschiedlicher Bildungstraeger den Markt. Fuer Felsenberg und seinen Verband gibt es viel zu tun. Die Anwender sollten sich noch etwas gedulden.

Kurz & buendig

Noch kann von einem wirklich boomenden Markt nicht die Rede sein, auch wenn das Wort "Multimedia" inflationaer verwendet wird. Probleme mit Hard- und Software-Schnittstellen sowie Qualitaetsmaengel sind nach wie vor ein grosses Hindernis auf dem Weg zu einem Massenmarkt. Zwar entstehen staendig neue Studios und multimediale Kaderschmieden, auch ist die Innovationsgeschwindigkeit enorm, und die Risikobereitschaft der Investoren nimmt zu. Die Qualitaet von Multimedia (MM) wird aber immer noch sehr unterschiedlich definiert. Kriterien fuer die Guete von MM-Produkten hat jetzt der kuerzlich gegruendete Deutsche Multimedia Verband (DMMV) entwickelt.

Kriterien fuer die Qualitaet von Multimedia-Produkten* Auszug aus dem Katalog des DMMV

Kommunikationsziel

- Gibt es eine genaue Zieldefinition?

- Ist sie zu erkennen?

- Frage nach der Zielgruppe und der Kernaussage/Kerninformation

Online

- Welche Dateigroesse hat die Grafik? (= Ladezeit)

- Wird der Nutzer ueber die Dateigroesse informiert?

- Wird auf andere Informationsangebote ("Links") verwiesen?

Innovative Idee

- Ist die Idee neu?

- Ist die Idee aussergewoehnlich?

Ablauf

- Kann ein linearer Teil eines Programms abgebrochen/unterbrochen werden?

- Was passiert nach der Interaktion (dem "Klick")?

- Wie erkennt der Nutzer, dass seine Interaktion registriert wurde?

Ladezeit/Reaktionszeit

- Wie schnell reagiert das System auf die Interaktion ("Klick")?

Navigation/Orientierung

- Gibt es eine "One-Step-Back"-Funktion?

- Wie erfaehrt der Nutzer, "wo" er sich befindet?

- Wie wird ihm gezeigt, wie weit ein linearer Teil vorgeschritten ist?

- Gibt es "Kennzeichnungsmoeglichkeiten" ("Bookmarks")?

Screen-Design

- Wie ist die Uebersicht?

- Wie ist die Bildaufteilung?

Funktionalitaet der Bildelemente?

- Typographie?

- Farbgestaltung?

- Ist die Oberflaeche bewegt?

Buttons

- Sind die Buttons eindeutig?

Inhalte/Erzaehlstruktur

- Menge des Inhalts?

- Wie sind die Inhalte gegliedert?

- Wie sind die Inhalte miteinander verknuepft?

- Wie viele Ebenen muessen "durchgeklickt" werden, bis man zu der relevanten Information kommt?

Sound-Qualitaet?

- Kann die Lautstaerke veraendert werden?

- Kann der Sound ausgeschaltet werden?

- Gibt es eine "Atmo" (Sound-Teppich)? Stereo?

- Sind Sound-Ideen vorhanden (Klickgeraeusche, Blaettergeraeusche)?

Sprache

- Ist der Text verstaendlich?

- Wurde der Text von einem Profi gesprochen?

- Wird der geschriebene Text gelesen?

- Kann man dieses Feature ausschalten?

Bilder

- Wurden die Bilder speziell fuer das Produkt bearbeitet?

Video

- Erfuellt das Video den Kommunikationszweck (Authentizitaet)?

- Passen die Videos zum Thema?

Bildqualitaet

- Wiederholungsfrequenz/Bilder pro Sek.?

- Bildqualitaet - Farben?

- Bildqualitaet - Rauschen?

- Erfuellt ein Praesentator seinen Zweck, oder waere besser auf ihn verzichtet worden?

Technik

- Ist eine Installation noetig?

- Ist eine De-Installation vorgesehen?

- Wie hoch ist der Speicherbedarf?

- Wie absturzsicher ist das Produkt, wurde ausreichend getestet?

USP zum Buch/Film

- Was unterscheidet das Produkt von einem gedruckten Produkt?

Simulation versus Selektion

- Koennen Objekte bewegt, veraendert werden?

- Koennen Daten eingegeben und bearbeitet werden?

- Werden Schieberegler genutzt?

Additional Value

- Ist eine Weiterverwertung in andern Applikationen moeglich (Texte, Bilder, ...)?

- Sind Querverweise ("Links") vorhanden?

Vernetzung

- Besteht eine Anbindungsmoeglichkeit (zum Beispiel zu einem Online-Dienst, oder zu einer Datenbank)?

- Besteht eine Anbindungsmoeglichkeit (zum Beispiel zu einer CD- ROM)?

Ausdruckmoeglichkeit

- Koennen Informationen/Inhalte/Berechnungen ausgedruckt werden?

Hilfefunktion

- Gibt es eine direkte konkrete Hilfe oder nur eine allgemeine Hilfe?

- Ist die Hilfefunktion verstaendlich?

Thema- und Titelfaszination

- Ist das Produkt zeitgerecht (zu frueh/zu spaet)?

- Ist das Produkt einzigartig?

- Ist das Produkt phantasiefoerdernd?

*Die Kriterien beziehen sich auf "Packed media" oder Stand-alones wie zum Beispiel Kiosksysteme. *Winfried Gertz ist freier Journalist in Muenchen.