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Die Instant-Messaging-Krieger formieren sich

02.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Nun hat auch Microsoft Verbündete im Instant-Messaging-Kampf gegen AOL gefunden. Firmen wie Excite, Prodigy, Yahoo, AT&T und Infoseek haben sich auf die Seite der Redmonder geschlagen. In einem Brief an den AOL-Chef Steve Case verlangen sie, der Online-Dienst solle seinen AOL Instant Messenger (AIM) für Nicht-AOL-Benutzer öffnen und mit allen Beteiligten eine gemeinsame Lösung diskutieren.

Der Streit zwischen Microsoft und AOL entbrannte, als die Redmonder ihren eigenen Instant-Messaging-Client MSN Messenger ungefragt mit einer Funktion für den Zugriff auf die AOL-Benutzerkonten ausstatteten. Es folgten Blockade-Aktionen von AOL und Softwarenachrüstungen von Microsoft. Schließlich gab der Online-Dienst letzte Woche bekannt, in einer Kooperation mit Apple seinen Client Macintosh-kompatibel zu machen. Ferner gründete AOL mit einigen Microsoft-Gegnern eine Beratergruppe, die einen allgemeingültigen Industriestandard für Instant Messaging (IM) definieren will. Angeblich wurde auch Microsoft zur Teilnahme eingeladen (CW Infonet berichtete).