Die Cloud als Innovationstreiber: Ganzheitliche Strategien, Konzepte und praktische Ratgeber für Ihr digitales Business.

Internet der Dinge

Die Industrie braucht kompetente IoT-Partner

06.09.2022
Bei der Umsetzung von IoT-Lösungen mangelt es am richtigen Know-how. Dieses ist eher bei spezialisierten Dienstleistern zu finden als in der eigenen IT.
Die Nachfrage nach IoT-Lösungen ist hoch. Doch in den Unternehmen fehlt es häufig an Fachwissen, um diese auch umsetzen zu können.
Die Nachfrage nach IoT-Lösungen ist hoch. Doch in den Unternehmen fehlt es häufig an Fachwissen, um diese auch umsetzen zu können.
Foto: Gorodenkoff - shutterstock.com

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) wächst in der deutschen Industrie immer weiter. Laut der letzten Ausgabe der jährlichen Studienreihe IoT Signals von Microsoft hat in Deutschland bereits jedes vierte der befragten Unternehmen IoT-Anwendungen im Produktivbetrieb, jedes zweite will sein Engagement in den nächsten Jahren verstärken.

Die Vorteile, die durch den Einsatz von IoT-Technologie erzielt werden können, sind bereits heute beträchtlich, wie in dieser Webinar-Aufzeichnung zu erfahren ist. Doch insgesamt befindet sich Deutschland noch in einer frühen Phase der IoT-Revolution. Der Großteil der IoT-Anwendungen soll erst im Laufe dieses Jahrzehnts entstehen - und damit auch die noch zu erzielenden Effizienzgewinne und Umsätze. So schätzt zum Beispiel die Unternehmensberatung McKinsey die Höhe der bis 2030 durch das IoT generierten neuen Wertschöpfung auf 5,5 bis 12,6 Billionen Dollar. Nur etwa ein Drittel davon entfällt auf Anwendungen für den Verbrauchermarkt, der Rest entsteht im B2B-Bereich.

Praktisch alle Industriezweige versprechen sich etwas von IoT-Anwendungen: Produzierende Unternehmen wollen damit die Automatisierung ihrer Fertigung ausbauen, Versorgungsunternehmen die Wartung ihrer Anlagen verbessern, Logistiker die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse erhöhen und der stationäre Einzelhandel will mithilfe von IoT-Infrastrukturen die Bewegungsmuster seiner Kund:innen in den Ladengeschäften analysieren, um deren Präferenzen besser zu verstehen.

Die einzelnen Anwendungen klingen im ersten Moment vielleicht nicht sonderlich spannend, die daraus gewonnenen Vorteile lassen jedoch aufhorchen. Beispielsweise gehen Supermarktketten dazu über, die Temperatur der einzelnen Lebensmittel in ihren Kühleinrichtungen über IoT-Sensoren zu überwachen - statt nur die Raumtemperatur zu messen. Weil so die Kühlung gezielter gesteuert werden kann, spart das nicht nur Energiekosten, sondern es müssen auch weniger Lebensmittel entsorgt werden, die aufgrund falscher Kühlung verderben.

In den Unternehmen ist IoT-Fachwissen rar

Trotz dieser positiven Aussichten für Industrie und Handel entstehen derzeit mehr IoT-Anwendungen für den Verbrauchermarkt als für den B2B-Sektor. Denn die meisten Industrieunternehmen tun sich mit IoT-Lösungen noch etwas schwer. Sowohl McKinsey als auch Microsoft weisen in ihren Studien darauf hin, dass sehr viele Lösungen nicht über die Pilotphase hinauskommen. Das trifft insbesondere auf die produzierende Industrie in Deutschland zu. Laut Microsoft beträgt die durchschnittliche Umsetzungszeit für IoT-Projekte hierzulande 14 Monate und ist damit länger als bei allen anderen europäischen Nachbarn.

"Anwenderunternehmen fehlt meist der ganzheitliche Blick auf eine IoT-Lösung sowie das dazugehörige Wissen, um sie von Anfang bis Ende umzusetzen", erklärt Stefan Schweiger, Leiter IoT/AI Solutions bei Bechtle. "Das ist verständlich, denn das IoT ist auf der Ebene der Sensoren und der anderen vernetzten 'Dinge' eine Welt für sich und erfordert spezielles Fachwissen, das über jenes der traditionellen IT hinausgeht."

»
Bechtle Whitepaper Infrastruktur-Modernisierung

eBook: Das IoT erschließen

Prozesse effizienter gestalten, Kosten sparen, neue Umsatzquellen generieren: Das Internet der Dinge (IoT) birgt mehr Potenzial, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Wie Sie es erschließen können, erfahren Sie in diesem eBook.

Das Potenzial des IoT entdecken

Auch die Orchestrierung einer IoT-Gesamtlösung hat es in sich. "Vernetzte 'Dinge' tun im Grunde nichts anderes, als Informationen über ihren Zustand und den ihrer Umgebung zu melden", erklärt Stefan Schweiger. "Die eigentliche Lösung beginnt erst bei der Frage, wie diese Informationen verarbeitet und genutzt werden sollen. Denn der Zweck einer IoT-Lösung ist in der Regel nicht das reine Monitoring, sondern die Gestaltung und Steuerung von Prozessen. Hierfür muss man jedoch wissen, welche Art der Vernetzung auf Sensor-Ebene sinnvoll ist, welche Datenverarbeitung an der Edge - also in unmittelbarer Nähe der Sensoren - stattfinden muss, wie die Anbindung zu den Business-Anwendungen hergestellt wird, welcher Workflow dafür nötig ist, wie die Lösung abgesichert werden kann und vieles mehr."

Doch diese Art von ganzheitlichem Wissen fehlt in den meisten Unternehmen noch. Als einer der größten IT-Dienstleister in Deutschland - mit tiefer Verwurzelung in der mittelständischen Industrie - ist Bechtle als Implementationspartner zum IoT tätig. Das Unternehmen zog vergangenes Jahr seine personellen Ressourcen mit IoT-Know-how in der neuen Sparte "IoT/AI Solutions" zusammen und agiert seitdem als Generalunternehmer für die Umsetzung schlüsselfertiger IoT-Lösungen.

Wenig Aufwand, große Vorteile

An Gelegenheit und Nachfrage, als IoT-Partner für die Industrie aktiv zu werden, mangelt es Bechtle nicht und die Ergebnisse machen Appetit auf mehr. So implementierte das IT-Systemhaus beispielsweise vor Kurzem eine IoT-Lösung an einer Produktionslinie für die Tablettenherstellung eines renommierten Pharmaunternehmens. "Durch die Ermittlung verschiedener Leistungsparameter konnten wir die Ausschussrate von 20 Prozent auf acht Prozent reduzieren, was einer nachweislichen Einsparung von 7.000 Euro pro Tag entspricht - erzielt an einer einzigen Produktionslinie", so Stefan Schweiger. Der zeitliche Aufwand für die Implementierung der Lösung betrug gerade einmal fünf Tage.

Der Vorteil von Bechtle in seiner Rolle als IoT-Partner besteht vor allem darin, dass das Unternehmen aus dem Vollen schöpfen kann. Das bezieht sich insbesondere auf das Fachwissen über die Implementierung cloudbasierter Lösungen und die Integration unterschiedlicher IT-Systeme. Zum einen, weil die meisten Plattformen, die als Drehscheiben zur Verarbeitung und Bereitstellung von IoT-Daten dienen, cloudbasiert sind, zum anderen, weil bei IoT-Lösungen viele verschiedene Schnittstellen, Automatisierungstools, Datenanalyse-Software und andere Komponenten zum Einsatz kommen.

Auch der Zusatz "AI" im Namen der Unternehmenssparte kommt nicht von ungefähr. Künstliche Intelligenz (auf Englisch "Artificial Intelligence", kurz AI) entwickelt sich immer mehr zu einem essenziellen Teil von IoT-Lösungen. "Sobald das Ausgangssignal von IoT-Komponenten etwas komplexer wird, braucht man auch anspruchsvollere Auswertungsmöglichkeiten", erklärt Stefan Schweiger. "Immer mehr Anwendungen involvieren zum Beispiel Videokameras oder Mikrofone, weshalb der Inhalt der Videobilder oder das Audiosignal analysiert und mit anderen Informationen korreliert werden müssen. Das können KI-Algorithmen am besten und wir als Bechtle bieten schon heute KI-gestützte IoT-Lösungen an."

Welche Anwendungen im IoT-Bereich derzeit besonders angesagt sind, wo die Knackpunkte bei der Umsetzung liegen und wie Ihnen Bechtle IoT/AI Solutions helfen kann, produktiver zu werden, erfahren Sie in unserem E-Book "Das Potenzial des IoT erschließen".

Zum E-Book