Cloud und On-Premise optimal verbinden

Die fünf größten Hindernisse bei der SaaS-Integration

14.05.2020
Anzeige  Software-as-a-Service- (SaaS-)Lösungen wie SAP Ariba, Salesforce oder Workday können nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft integrieren lassen. Das ist jedoch oft leichter gesagt als getan. Lesen Sie hier, woran Integrationsprojekte scheitern und wie Sie es besser machen können.

Laut dem Branchenverband Bitkom wächst Cloud Computing in deutschen Unternehmen so stark wie nie zuvor. Nur noch acht Prozent der für den Cloud Monitor 2019 befragten Unternehmen lehnten das Bereitstellungsmodell Cloud komplett ab. Immer mehr Unternehmen vertrauen Cloud-Applikationen wie SAP Ariba, ServiceNow, Salesforce oder Workday auch kritische Daten an. So erklärte fast die Hälfte der vom Bitkom Befragten, sie würden Kundendaten oder andere personenbezogene Daten in der Public Cloud speichern.

Auf dem Weg zur SaaS-Integration sind einige Hürden zu überwinden.
Auf dem Weg zur SaaS-Integration sind einige Hürden zu überwinden.
Foto: alphaspirit - shutterstock.com

Häufig basiert die Entscheidung für eine SaaS-Lösung jedoch auf kurzfristigen Einzelinteressen von Fachabteilungen, die nach einer schnellen Lösung für ein drängendes Problem suchen. "In vielen Unternehmen sind Hunderte oder gar Tausende von Applikationen im Einsatz, die isoliert nebeneinander genutzt werden", weiß Stefan Soerensen, Enterprise Account Executive beim Integrationsspezialisten Boomi, aus einer Vielzahl von Kunden-Workshops. Die Folge sind ein enormer Managementaufwand, unnötige Gefahren für die IT-Sicherheit und überflüssige Kosten. "Erst mit einer Konsolidierung und Integration aller relevanter Applikationen in einen Gesamtprozess lassen sich die unbestreitbaren Vorteile von Software as a Service vollumfänglich nutzen", betont Soerensen.

Hürden auf dem Weg zur SaaS-Integration

Eine solche Transformation ist ohne Spezialwerkzeuge jedoch alles andere als einfach. Nicht umsonst zweifeln über 40 Prozent der am Cloud Monitor 2019 teilnehmenden Experten an der Fähigkeit der Integration von Public-Cloud-Lösungen in die interne IT. Hier die wichtigsten Gründe, warum Integrationsprojekte scheitern:

1. Komplexität

Alle Applikationen bieten Schnittstellen zu anderen Anwendungen. Eine direkte 1:1-Verknüpfung über solche APIs schafft allerdings mehr Probleme, als sie löst. "Wenn ich 50 Applikationen mit 50 anderen im Punkt-zu-Punkt-Verfahren verbinde, entsteht ein nahezu undurchdringliches Geflecht von Abhängigkeiten", sagt Boomi-Account-Executive Soerensen. "Das führt zu einem enormen Managementaufwand und einer hohen Komplexität meiner Applikationslandschaft."

2. Isolierte Prozesse

Die Punkt-zu-Punkt-Verbindung von Applikationen hat Silostrukturen zur Folge, die eine durchgängige Integration aller notwendigen Anwendungen und Daten verhindern oder zumindest massiv erschweren. "Ein Prozess wie Order-to-Cash teilt sich dann beispielsweise in eine CRM-Sicht, eine ERP-Sicht, eine Planungssicht und so weiter auf", erklärt Stefan Soerensen. Für jede Sicht sei eine andere Abteilung mit ihrem spezifischen Fachwissen zuständig, so der Experte weiter. "Dies mündet in ein organisatorisches Chaos aus Abhängigkeiten und Zuständigkeiten."

3. Mangelhafte Integration

Traditionell nutzen Unternehmen On-premise EAI-Konzepte wie ESB, um Datenströme zwischen Applikationen zu integrieren. Sie scheitern aber, wenn Cloud-Applikationen mit Legacy-Systemen verbunden werden sollen, da ESB nicht die für die Aufgabe notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stellt.

4. Fehlende Automatisierung

Wenn Applikationen eindimensional miteinander verknüpft werden, lässt sich die Datenübermittlung nicht prozessübergreifend automatisieren. Ein Datentransfer muss in der Regel manuell angestoßen werden. Dies bedeutet zusätzliche Arbeit für die Anwender und stellt eine nicht zu unterschätzende Fehlerquelle dar. Wird die Aktualisierung vergessen, basiert die Weiterverarbeitung auf veralteten Daten; falsche Entscheidungen sowie rechtliche und finanzielle Risiken können die Folge sein.

5. Unzureichender Überblick

Sowohl die direkte, isolierte 1:1-Verknüpfung von Applikationen als auch herkömmliche Konzepte, die SaaS-Applikationen nicht nahtlos integrieren können, führen zu einem undurchsichtigen Geflecht von Verbindungen, das nicht oder nur mit großem Aufwand gemanagt werden kann. Sicherheits- und Compliance-Probleme bleiben so oft unentdeckt, bei Leistungseinbußen oder Ausfällen ist die Fehlerursache nur äußerst schwer auszumachen.

Mit Integration Platform as a Service (iPaaS) alle Hürden nehmen

Integrationsplattformen aus der Cloud wie Boomi bieten eine Lösung für diese Probleme. Soerensen erklärt das Prinzip: "Statt Applikationen einzeln miteinander zu verbinden, schließen wir alle Anwendungen über Konnektoren an die Plattform an." Wenn Applikationen nicht mehr direkt miteinander, sondern über eine Integrationsschicht verbunden werden, entsteht eine einheitliche Sicht auf den zu organisierenden Geschäftsprozess - aus einem Wust an 1:1-Verbindungen wird eine 1:n-Verbindung. Und er nennt die Vorteile: "Ein solches System lässt sich viel besser und einfacher skalieren." Neue SaaS-Lösungen ließen sich zudem schnell und gezielt mit den notwendigen Schnittstellen integrieren, ohne dass eine neue Enterprise-Landschaft aufgebaut werden müsse, ergänzt der Enterprise Account Executive.

Integrationsplattformen verbinden unterschiedlichste Applikationen zu einem erfolgreichen Ganzen.
Integrationsplattformen verbinden unterschiedlichste Applikationen zu einem erfolgreichen Ganzen.
Foto: alphaspirit - shutterstock.com

Auf der Boomi-Plattform lassen sich Verbindungen zwischen Applikationen per Drag & Drop definieren. Das System schlägt sogar vor, welche Applikationen wie miteinander verbunden werden sollten, um den Datenfluss optimal zu unterstützen. Die Übertragung der Informationen kann automatisiert erfolgen, was nicht nur die Fehlerhäufigkeit deutlich reduziert, sondern auch die Nutzerzufriedenheit steigert. Selbst eine Datenharmonisierung ist möglich, um Redundanzen oder verschiedene Versionen eines Datensatzes in den Applikationen zu erkennen und zu bereinigen.

Die zentrale Integration erleichtert auch das Management der Applikationslandschaft deutlich. "Der Verantwortliche erhält einen viel besseren Überblick und kann Prozesse wesentlich effizienter steuern als bei einem Flickenteppich zahlloser 1:1-Integrationen", betont Boomi-Experte Soerensen.

Die Investition in eine iPaaS-Lösung kann sogar helfen, an anderer Stelle Geld zu sparen. "Durch eine geschickte Kombination vorhandener Applikationen über Boomi lässt sich deren Funktionsspielraum deutlich erweitern", sagt Soerensen. "Dadurch erübrigt sich die Investition in neue Anwendungen häufig."