"Die Deutschen sind zu ängstlich"

16.02.2005
Von Syra Thiel
Deutschlands Change-Management-Papst, Peter Kruse, fordert in einem Gespräch mit der COMPUTERWOCHE eine Unternehmenskultur, die Neugier fördert und Risiko belohnt.

CW: Wissen veraltet immer schneller, eine Umstrukturierung jagt die andere. Wie gehen Menschen mit diesen ständigen Veränderungen um?

Peter Kruse: "Wer glaubt, dass heute Vordenker in der Lage sind, Systeme zu managen, der hat die Entwicklung nicht verstanden."

Kruse: Was die kognitiven Fähigkeiten angeht, verkraften Menschen nahezu jede Veränderungsgeschwindigkeit. Das Hauptproblem des schnellen Wandels ist die emotionale Befindlichkeit. Veränderungsbereitschaft ist in erster Linie ein kulturelles Problem. In einer Kultur, die Neugier fördert und die Übernahme von Risiko belohnt, ist der Kreativität nahezu keine Grenze gesetzt. Wir bleiben meist weit unter unseren Möglichkeiten. Die Kapazität des Gehirns ist unglaublich.

CW: Wie lässt sich eine solche Kultur schaffen?

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