Kaufberatung

Die besten Smartwatches im Überblick

18.09.2020
Von   IDG ExpertenNetzwerk und


Wolfgang Emmer ist Gründer des Content-Marketing-Netzwerks Kontento. Zu seinen Schwerpunkten zählen Inbound Marketing, Online-Lead-Generierung und Social Media. Als IT-Publizist mit soziologischem Hintergrund widmet er sich nicht nur Themen wie Arbeit 4.0 sondern gibt auch Einblicke in die smarte Welt des Internet of Things.
Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Apple, Huawei, Samsung, Fossil, Withings - unser Marktüberblick zeigt die beste Smartwatch für Ihr Handgelenk. Mit GPS, 1-Kanal-EKG, Sauerstoffsättigungsmessung und Schlafapnoe-Warnung.

Ob Schritte zählen, Nachrichten lesen, Musik hören oder wichtige Körperwerte überwachen: Die Smartwatch ist das beliebteste Wearable. Wer sich überlegt, eine neue Smartwatch anzuschaffen, hat die Qual der Wahl: Betriebssysteme, Preise und Funktionen unterscheiden sich oftmals beträchtlich voneinander.

Analoguhr, Smartwatch, Fitness-Tracker? Viele Smartwatches bieten das alles in einem Gerät.
Analoguhr, Smartwatch, Fitness-Tracker? Viele Smartwatches bieten das alles in einem Gerät.
Foto: Maridav - shutterstock.com

PC-WELT nimmt die beliebtesten Smartwatches unter die Lupe und schafft Überblick. Neben Android-Smartwatches und der Apple Watch mit Watch-OS spielen auch Betriebssysteme von Samsung oder Huawei eine wichtige Rolle. Hinweis: Einen Smartwatch-Testsieger küren wir bewusst nicht. Zu verschieden sind die Anforderungen. Vielmehr steht der Funktions-Vergleich im Fokus. Für welche Uhr Sie sich entscheiden, hängt vom Einsatzzweck und Ihren Vorlieben ab.

Unsere Empfehlungen vorab:

  • Profisportler sollten sich die Garmin Venu genauer ansehen

  • Hobbysportler finden mit der Samsung Galaxy Watch Active 2 oder der Huawei Watch Fit preiswerte Alternativen

  • Elegantes Design im klassischen Uhren-Look finden Sie bei Fossil

  • Besonders iPhone-Besitzer werden die leistungsstarke Apple Watch zu schätzen wissen

  • Medizinisch Interessierte sollten sich die Withings Scanwatch oder die Apple Watch Series 6 anschauen

  • Blutdruckpatienten können einen Blick auf die Omron Heartguide werfen

Galaxy Watch 3: Samsungs Smartwatch optional mit LTE

Im August 2018 stellte Samsung die erste Galaxy Watch vor. Mittlerweile steht die 3. Generation der Smartwatch in den Vitrinen. Diese gibt es – wie gewohnt – als reine Bluetooth-Variante und mit LTE.

Darüber hinaus können Nutzer zwischen zwei Größen (41 mm und 45 mm) und drei Farben wählen ("Mystic Black", "Mystic Bronze" und "Mystic Silver"). Wie die Konkurrenz bietet auch Samsung wechselbare Armbänder an.

Praktisch: Mit der LTE-Variante lassen sich mit der Uhr auch ohne Smartphone unterwegs Anrufe entgegennehmen, Nachrichten versenden oder Musik hören sowie Nachrichten, Erinnerungen und Wetterinformationen empfangen und Kalenderinformationen abrufen.

Samsung Galaxy Watch 3: Als reine Bluetooth-Variante oder mit LTE erhältlich.
Samsung Galaxy Watch 3: Als reine Bluetooth-Variante oder mit LTE erhältlich.
Foto: Samsung

Ein Highlight der Uhr ist der Bildschirm: Ins Auge sticht ein Super-Amoled-Touchscreen mit 1,2 Zoll bzw. 1,4 Zoll (bei der 45-mm-Variante) und 360 x 360 Pixel-Auflösung. Durch die runde, drehbare Lünette und eine hohe Auswahl an digitalen Zifferblättern soll die Uhr auch Liebhaber eleganterer Designs zufriedenstellen. Zudem ist der smarte Armschmuck gegen Staub und Wasser geschützt und soll auch Schwimmen im Pool standhalten (5 ATM, IP 68).

Genug Leistung verspricht der Exynos-9110-Zwei-Kern-Prozessor mit 1,15 GHz. Auch in Sachen Konnektivität ist die Galaxy Watch 3 auf dem neuesten Stand: Bluetooth 5.0, WLAN, NFC, A-GPS (Glonass). Dazu reichlich Sensoren: Beschleunigungssensor, Lagesensor, Barometer, Puls- und Umgebungslichtsensor. Die Bezahlfunktion Samsung Pay unterstützt die Uhr zwar, die Funktion selbst ist aber Deutschland noch nicht verfügbar.

Das Aufladen des Akkus ist kabellos möglich. Als Akkukapazitäten nennt der Hersteller jeweils 247 mAh (41 mm) bzw. 340 mAh (45 mm).

Sie können Android-Smartphones ab Android 5 und iPhones ab Modell 5 und iOS 9 mit der Galaxy Watch koppeln.

Je nach Größe kostet die Galaxy Watch 3 im Internet ab 345 Euro.

Galaxy Watch Active2 für Sportler: Trackt 7 Sportarten automatisch

Mit der Galaxy Watch Active2brachte Samsung 2019 ein neues Modell für Sportler heraus. Die Uhr fällt mit ihren 40 x 40 x 10,9 mm und 26 Gramm (aus Alu, 37 Gramm bei Stainless Steel) etwas kleiner aus als die Galaxy Watch 3 (siehe oben). Neben seitlichen Tasten und Touchscreen lässt sich die Uhr auch mithilfe einer Lünette bedienen.

Der 1,2-Zoll-Bildschirm (Corning-Gorilla-Glass-DX+) mit Super-Amoled-Display löst mit 360 x 360 Pixel auf. Ein 240-mAh-Akku versorgt die Smartwatch mit Strom. Bei normaler Nutzung beträgt die Laufzeit laut Samsung über 43 Stunden. Laden lässt sich die wasserdichte Uhr (5 ATM) ebenfalls kabellos.

Die Hardware kommt wie gehabt beim Active-Modell etwas schlanker daher als bei den Watch-Serien: Im Gehäuse befinden sich ein Exynos-9110-Dualcore-Prozessor mit 1,15 GHz, 768 MB RAM sowie ein 4 GB großer interner Speicher. Das Betriebssystem ist ebenfalls wieder Samsungs Tizen. Dazu kommen noch Bluetooth 5.0, WLAN b/g/n, NFC und GPS (Glonass, Beidou, Galileo) sowie viele Sensoren: Accelerometer, Gyroscope, Barometer, Pulsüberwachung und Lichtsensor.

Samsung Galaxy Watch Active2: Trackt bis zu sieben Sportarten automatisch.
Samsung Galaxy Watch Active2: Trackt bis zu sieben Sportarten automatisch.
Foto: Samsung

Dank Bixby können auch auf deutsch per Sprachbefehl Anrufe getätigt oder Nachrichten versendet werden. Der Nutzer muss dafür das mit der Galaxy Watch Active gekoppelte Smartphone nicht in die Hand nehmen. Anders als ihr Vorgängermodell ist die Watch Active2 wahlweise auch mit LTE-Modul erhältlich.

Die Uhr trackt bis zu sieben Sportarten automatisch: Walken, Laufen, Radfahren, Crosstrainer, Rudern, dynamisches Training sowie Schwimmen. Ebenso lassen sich individuelle Trainingseinheiten manuell einstellen und der Kalorienverbrauch tracken.

Funktionen wie Schlafanalyse und ein Gute-Nacht-Modus (schaltet alle Alarme außer dem Wecker auf stumm) sind ebenfalls an Bord. Die Bezahlfunktion Samsung Pay ist zwar in die Uhr integriert, ist aber hierzulande noch nicht verfügbar.

Kompatibel ist die Galaxy Watch Active2 zur Samsung Galaxy-Reihe und zu Android-Smartphones ab Android 5.0 und mit mindestens 1,5 GB RAM sowie zum iPhone ab iPhone 5 ab iOS 9.0.

Preis: Beim Hersteller beginnt die Galaxy Active2 bei rund 260 Euro; im Internet ist die Uhr bereits für unter 200 Euro erhältlich. Es gibt sie in den Farben "Black", "Silver", "Crown Silver", "Gold" und "Pink Gold".