BYOD, Security, App-Management

Die besten Lösungen fürs Mobile Device Management

21.09.2018
Von  und
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.


Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.

MobileIron UEM

MobileIron
MobileIron
Foto: MobileIron

Auch der Wettbewerber MobileIron, wie AirWatch langjähriger Bewohner des Leaders-Quadranten im Gartners Magic Quadrant für MDM und EMM, hat sich in den vergangenen Jahren weit über das Thema MDM hinaus entwickelt, nämlich in Richtung Endgeräte- und Cloud-Sicherheit. Entsprechend soll MobileIron UEM eine einheitliche Endgeräteverwaltung ermöglichen, mit der Anwender mit sicheren Mobilgeräten (Android, iOS, MacOSX, Windows 10), Desktops und Cloud-Diensten problemlos auf Unternehmens-Apps und -daten zugreifen sollen und dabei die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten.

MobileIron UEM wird in den Paketen Silver, Gold und Platinum angeboten. Dabei reicht für Unternehmen, die reine Business-Geräte (und keine Macs) verwalten wollen und auf Features wie Secure Browser und Containerisierung verzichten, die Silver-Variante aus.

Auf der anderen Seite kann die Suite noch um die Zusatzlösungen MobileIron Access (Zugriffskontrolle für Cloud-Dienste), MobileIron Thread Defense (Bedrohungen erkennen) und MobileIron Bridge (Gruppenrichtlinien für Windows-10-Geräte) erweitert werden.

Microsoft MDM for Office 365 und Intune

MDM für Office 365
MDM für Office 365
Foto: Microsoft

Interessant für alle Nutzer der Cloud-basierten Productivity-Suite könnte die in Office 365 integrierte MDM-Lösung von Microsoft sein - insbesondere, weil sie für viele Lizenznehmer kostenlos ist. Mobile Device Management für Office 365 bietet die üblichen MDM-Funktionen. So ist der IT-Administrator in der Lage, über die Cloud Richtlinien für die Verwaltung mobiler Geräte (iOS, Android, Windows Phone) mit Einstellungen erstellen, die den Zugriff auf E-Mails und Dokumente für unterstützte mobile Geräte und Anwendungen steuern können. Wenn ein Gerät verloren geht oder gestohlen wird, ist es möglich, das Gerät aus der Ferne löschen, um sensible Unternehmensinformationen zu entfernen.

Trotz der Windows-Phone-Pleite hat Microsoft das Thema Mobile nicht abgeschrieben, sondern geht es mit Lösungen wie Intune anders an.
Trotz der Windows-Phone-Pleite hat Microsoft das Thema Mobile nicht abgeschrieben, sondern geht es mit Lösungen wie Intune anders an.
Foto: Microsoft

Die in MDM for Office 365 enthaltenen Features sollten für die meisten kleineren Unternehmen ausreichen. Falls Bedarf nach mehr Funktionen besteht, bietet Microsoft ein Update auf die EMM-Plattform Microsoft Intune an. Für diese verlangt die Company einen mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Betrag je User und Monat. Abhängig davon, was Unternehmen sonst noch von Microsoft in Lizenz genommen haben, kann Intune in manchen Fällen aber auch kostenlos genutzt werden.

Im Vergleich zu MDM for Office 365 unterstützt Intune zusätzliche Features wie die Verwaltung von Windows-PCs oder Mobile Application Management. Außerdem können Administratoren Profile für WLAN, VPN etc. erstellen und den Anwendern Apps bereitstellen. Microsoft Intune bietet auch ein sicheres Surfen über die Intune Managed Browser App.