Foto, SLR & Camcorder

Die besten Dashcams für Ihr Auto

01.09.2018
Von  und
Mario Zeltwanger ist Junior Projektmanager bei IDG.
Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Dashcams werden immer beliebter. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und stellen die besten Modelle vor. Update: Ausführlicher Test der Nextbase 312GW.
Die Nextbase 412GW
Die Nextbase 412GW
Foto: Nextbase

Garmin DriveAssist 50 LMT-D EU Navigationsgerät

Der Garmin DriveAssist 50 LMT für rund 280 Euro ist der Nachfolger der Garmin Nüvicam, die wir im Langzeittest hatten . Die Nüvicam kombiniert ein Stand-Alone-Navigationsgerät (PND) mit einer Dashcam - die Kamera ist also bestens getarnt und fällt nicht auf. Zugleich stehen kamerabasierte Fahrassistenten wie Spurverlassenswarner und Auffahrwarner zur Verfügung. Im Test zeigte die Nüvicam Licht und Schatten: Die Dashcam zeichnete zuverlässig auf und die Navigation funktionierte in der Regel zuverlässig. Auch die Freisprecheinrichtung für das Smartphone arbeitete gut. Doch die auf Here basierenden Verkehrslageinformationen von Garmin Live Traffic waren mitunter ungenau und die Suche nach POIs liefert meist deutlich schlechtere Ergebnisse als eine Google-Suche. Zudem nerven die vielen Systeme-Hinweise der Nüvicam, die den Fahrer ablenken.

Garmin DriveAssist 50 LMT-D EU Navigationsgerät
Garmin DriveAssist 50 LMT-D EU Navigationsgerät
Foto: Garmin

Der Garmin DriveAssist besitzt einen 5-Zoll-Touchscreen. Alternativ zur Fingerbedienung können Sie auch die Sprachsteuerung nutzen. Für das gekoppelte Smartphone steht zudem eine Freisprecheinrichtung zur Verfügung. Für die Navigation wiederum stehen die Echtzeitverkehrsinformationen von Garmin Live Traffic sowie kostenlose "lebenslange" Karten-Updates zur Verfügung. Wobei die Formulierung "lebenslang" mit Vorsicht zu genießen ist, wie das Beispiel TomTom zeigt.

Genauso wie die Nüvicam empfängt der DriveAssist seine Verkehrslageinformationen über DAB+, dafür ist ein DAB+-Empfänger verbaut.

Im Lieferumfang des Garmin DriveAssist 50 LMT sind enthalten: Saugnapfhalterung, Lifetime Traffic Antenne/KFZ-Ladekabel, USB-Kabel, microSD Karte und Bedienungsanleitung.

Update 20.8.: Nextbase 312GW

Testfazit: Die Nextbase 312GW ist eine unkompliziert einzurichtende und zuverlässig arbeitende Dashcam fürs Auto. Dank WLAN und App ist der Zugriff auf die Aufnahmen, die eine gute Bildqualität bieten, denkbar einfach.

Ausführlicher Testbericht: Nextbase 312GW im Test - Dashcam mit Full-HD, WLAN und App fürs Auto.

Die Dashcam verfügt über ein integriertes GPS-Modul und ist einfach zu installieren: Alle Einstellungen sind werkseitig vorgenommen und Sie müssen die Cam nur noch an der Windschutzscheibe anbringen und an den Strom anschließen.

Solange Sie keine Videoaufnahmen mit 60 fps benötigen (die Cam unterstützt 30 fps bei Full HD, was in der Regel ausreicht), ist das Gerät für die meisten Nutzer eine sehr gute Wahl, es sei denn Sie haben ein begrenzteres Budget.

Nextbase 312GW
Nextbase 312GW
Foto: Nextbase

Nextbase 412GW

Tech-Advisor-Bewertung: 4,5/5

Achtung Verwechslungsgefahr: Im Gegensatz zur 312GW von oben kostet die 412GW etwas mehr, löst jedoch mit 2.560 x 1.440 Pixel - auch als Quad HD bezeichnet - auf. Im Gegensatz zum günstigeren Modell nimmt sie auch Full-HD mit 60 fps auf.

Die Nextbase 412GW
Die Nextbase 412GW
Foto: Nextbase

Die Cam verfügt über GPS und WLAN - genau wie die 312 GW - und die gleiche praktische Magnethalterung. In der Packung enthalten sind jedoch zwei Halterungen: eine zum Kleben und eine mit Saugnapf. So können Sie die Kamera ganz einfach in mehreren Autos verwenden.

Bei Tageslicht ist die Videoqualität hervorragend (etwas detailreicher als bei der 312GW), nachts unterscheiden sich die Aufnahmen kaum. Mit beiden Cams machen Sie keinen Fehler.

Nextbase 512GW

Tech-Advisor-Bewertung: 4 / 5

Die Nextbase 512GW ist zweifelsohne eine sehr gut Dashcam, jedoch auch teurer als die 312GW und die 412GW desselben Anbieters. Hier bekommen Sie aber mehr Funktionen: einen Polarisator zur Verringerung von Spiegelungen, einen automatischen Parkmodus sowie einen Anschluss für eine rückwärtige Kamera (diese wird von Nextbase jedoch noch nicht angeboten).

Wenn Sie so viel Geld investieren möchten (ca. 170 Euro), werden Sie nicht enttäuscht werden.

Nextbase 512GW
Nextbase 512GW
Foto: Nexbase

Garmin Nüvicam

Die Garmin Nüvicam vereint Navigationssystem mit Echtzeit-Verkehrsinformationen von Here, Freisprecheinrichtung für das Smartphone, Sprachsteuerung, Dashcam, Kollisionswarner und Spurverlassenswarner. Wir haben diese Rundum-Sorglos-Lösung für Vielfahrer getestet.

Ausführlicher Testbericht: Garmin Nüvicam

Mio MiVue 618

Tech-Advisor-Bewertung: 4 / 5

Die MiVue 618 ist eine formschöne Dashcam, die einfach zu bedienen ist und einige nützliche Funktionen bereithält wie beispielsweise Blitzerwarnung.

Die Bildqualität ist nicht die beste, doch wenn Sie nicht gerade vorhaben, die Aufnahmen für die Erstellung von Filmen zu verwenden, ist das nicht so schlimm. Wichtige Details sind immer noch gut zu erkennen.

Mio MiVue 618
Mio MiVue 618
Foto: Mio

DDPai X2 Pro

Tech-Advisor-Bewertung: 4/5

Die X2 Pro hat keinen Bildschirm und nur einen Button, die Installation geht also sehr einfach von der Hand. Mitgeliefert wird eine rückwärtige Kamera, die mit einem langen Kabel verbunden ist und aus dem Heck heraus Aufnahmen erstellt.

Mit dem Wireless-Button können Sie auch Fotos schießen, wenn Sie etwas Interessantes entdecken. Außerdem ist die App eine der besten für den Download von Videos und Fotos auf Ihr Smartphone.

Die X2 Pro ist jedoch ziemlich teuer und wenn Ihr Auto über zwei Bordsteckdosen verfügt, lohnt es sich möglicherweise eher, zwei separate Dashcams zu kaufen.

DDPai X2 Pro
DDPai X2 Pro
Foto: Ddpai

Asus Reco Classic

Tech-Advisor-Bewertung: 4/5

Die Reco Classic ist eine tolle Dashcam, die sowohl bei Tag als auch nachts qualitativ hochwertige Aufnahmen ermöglicht. Sie ist nicht die günstigste Cam, aber wenn man berücksichtigt, dass sie GPS bietet, stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Über eingebautes WLAN verfügt die Reco Classic zwar nicht, das ist aber nicht weiter schlimm, denn es geht sowieso schneller, Videos mit einem USB-Kabel zu übertragen.

In einigen Ländern werden Sie auch mit Hilfe des GPS-Standorts vor Blitzern gewarnt.

Asus Reco Classic
Asus Reco Classic
Foto: Asus

JooVuu X

Tech-Advisor-Bewertung: 4 / 5

Die JooVuu X leistet als Dashcam gute Arbeit und bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man berücksichtigt, dass sie sowohl über GPS als auch über WLAN verfügt und dank eines "richtigen" Akkus auch als Actioncam eingesetzt werden kann.

Das Fehlen eines eines kleinen Status-LCD-Displays ist zwar schade, aber durchaus zu verschmerzen. Die Bildqualität ist beeindruckend und der zeitenbasierte Moduswechsel ist ein echtes Plus. Dieser sorgt dafür, dass die Cam automatisch zwischen 60 fps tagsüber auf 30 fps nachts wechselt.

Als Actioncam profitiert sie von ihrer geringen Größe und ihrem leichten Gewicht. Zum Schutz der JooVuu X bräuchten Sie dann eigentlich ein Case, das gibt es jedoch leider nicht zu kaufen. Zum Austausch des Akkus benötigen Sie außerdem einen Schraubenzieher, das ist etwas umständlicher als zum Beispiel bei der SJCam SJ5000X.

JooVuu X
JooVuu X
Foto: JooVuu