Geisterstunde

Die besten Apps zu Halloween

31.10.2017
Von Christiane Stagge und
Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Süßes oder Saures - Trick or Treat! Der Fasching im Herbst erlebt am Dienstag seinen Höhepunkt. Mit diesen Apps sind Sie gewappnet.
Geisterstunde in der Nacht zu Allerheiligen
Geisterstunde in der Nacht zu Allerheiligen
Foto: Romolo Tavani - shutterstock.com

Aufgepasst, Halloween ist jetzt offizieller Feiertag, wir müssen bundesweit am kommenden Dienstag nicht in die Arbeit und können stattdessen in aller Ruhe Kürbisse schnitzen. Nein, im Ernst, arbeitsfrei ist zwar, aber nicht wegen Halloween, sonder wegen der 500sten Wiederkehr des Luther'schen Thesenanschlages. Leider ist nur im Jahr 2017 aufgrund des runden Jubiläums allgemeiner Feiertag, eine Wiederholung dessen dürfte es nicht vor 2117 zum 600sten Jahrestag geben. Mit Kürbissen und Gruselkostümen haben das Reformationsjubiläum und Luther nichts zu tun. Wobei der Theologieprofessor zu Wittenberg vor 500 Jahren den Tag vor Allerheiligen nicht von ungefähr zur Veröffentlichung seiner Schrift genutzt haben dürfte. Der Schrecken in Rom über die 95 kritischen Thesen war aber kein kleiner, Luther gab dem Papst gewissermaßen Saures am all hallows evening, Halloween 1517.

Dennoch feiern Lutheraner den Reformationstag weit besinnlicher, ernsthafter und vollkommen ungruslig. Für diejenigen, die es eher mit weltlichem Süßigkeitensammeln haben, sollte aber bedenken, dass in der Nacht von 31. Oktober auf den 1. November Leute erschrecken nur dann witzig ist, wenn auch die Opfer darüber lachen können und nicht arglos überfallen, geschockt und bedroht werden. In diesem Jahr mag es daher klug sein, die Horror-Clown-Maske weg zu lassen, wenn sich die Leute schon vor dem Trailer von "Es" fürchten. In den meisten Gegenden ist es zu den meisten Zeiten auch in dieser Halloween-Saison friedlich und gewalttätige, strafbare Auswüchse glücklicherweise selten. Sehen wir also gelassen dem Dienstag entgegen und Hexen, Werwölfe, Vampire, Zombies und Clowns durch die Straßen ziehen.

Wenn also kommenden Dienstag Abend im Minutentakt kleine und größere Kinder im Gruselkostüm an Ihrer Tür klingeln und wahlweise "Süßes, sonst gibt's Saures!" oder "Trick or treat" skandieren, nehmen Sie es ihnen bitte nicht übel. Dass Halloween in den letzten 20 Jahren Jahren in Deutschland populär geworden ist und mittlerweile den Stellenwert eines Karnevals im Herbst hat, ist auf einen profanen Grund zurück zu führen. Die durch den ersten Irakkrieg ausgefallene Faschingssaison 1991 hat gut drei Jahre später die "Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)" zur Idee gebracht, sich mit einer zweiten Saison ein weiteres Standbein zu schaffen, gibt der Sprecher der Fachgruppe Dieter Tschorn gegenüber dem Magazin der Süddeutschen Zeitung unumwunden zu. So wundert es wenig, wenn wir auch im Fasching zum Ende des Winters Hexen, Vampire und Gruselclowns sehen.

(PC-Welt)