IBM PS/2, Apple OpenDoc, Windows Vista

Die 19 größten Flops der IT-Geschichte

14.06.2013
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Zuvor verantwortete er als Program Manager die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT - inhaltlich ist er nach wie vor für das "Leadership Excellence Program" aktiv. Davor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.

Plätze 3 bis 1: Das papierlose Büro Windows Vista, Security

3. Das papierlose Büro

Alltag in deutschen Büros: ein überfüllter Papierkorb - trotz moderner Technik.
Alltag in deutschen Büros: ein überfüllter Papierkorb - trotz moderner Technik.

Ein Büro ohne herumfliegende Notizzettel, Folien, Faxe und Ausdrucke - eine wunderbare Vorstellung zum Schutz der Umwelt, des Geldbeutels und der Putzkolonne. Leider gehören neben den technischen Möglichkeiten auch noch Menschen dazu, die diese Möglichkeit kennen (Information), theoretisch nutzen können (Implementierung, Schulung) und dann auch wirklich in den täglichen Gebrauch übernehmen (persönliche Verantwortung). Die Folge: Seit die Idee vom papierlosen Büro existiert, ist das Papieraufkommen in den Büros weiter gestiegen.

2. Windows Vista

Selbst Steve Ballmer wurde mit Windows Vista nie richtig glücklich. Jetzt soll es Windows 7 richten.
Selbst Steve Ballmer wurde mit Windows Vista nie richtig glücklich. Jetzt soll es Windows 7 richten.

Mehrere Verspätungen später kam Microsofts groß angekündigter XP-Nachfolger in abgespeckter Version 2007 dann doch noch. Die geringe Zahl der Verbesserungen in Vista gegenüber XP rechtfertigten ein Upgrade für viele Anwender jedoch nicht. Selbst das Service Pack 1 konnte das Ruder nicht herumreißen, zumal der weitaus attraktivere Nachfolger Windows 7 fast vom Vista-Start weg schon über allen Köpfen schwebte.

1. IT-Sicherheit

Ohne Computer geht nichts. Sie verwalten unsere geschäftlichen Dokumente, unsere Kalender, Kontakte und Freunde, Fotoalben, Urlaubsvideos, Einkaufszettel, Gehaltsabrechnungen, Steuererklärungen, Tagebücher, Lieblingswebseiten und Spiele - kurzum: unser Leben. Leider gilt aber auch: dreißig Jahre und kein bisschen sicherer. Das Konzept hinter Viren und Würmern, Spam und Trojanern ist fast so alt wie der PC selbst - man mag aber meinen, die Gefahrenabwehr sei irgendwo in den 80ern stehen geblieben. Jeder Zero-Day-Angriff schafft es auf die Titelseiten, jeder Wurmwinzling kapert zumindest mehrere Zehntausend Rechner - der Schaden geht in die Millionen. Social Engineering, Datenabflüsse und Phishing-Attacken wohin man schaut: Eine sichere IT scheint es nicht geben zu können. Der naive Glaube an Sicherheit ist der größte Flop der IT-Geschichte - aber glücklicherweise auch der einzige, mit dem wir wohl oder übel dauerhaft werden leben müssen.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation "InfoWorld".