Von Privatgesellschaft in den USA erstmals eingeführt:

DFÜ-Tarif nach Verbrauch

12.09.1975

WASHINGTON, D.C. - Benutzer des privaten Datenübertragungs-Netzes der Telenet Communications Corp. - jenseits des Atlantiks gibt es bekanntlich kein staatliches DFü-Monopol, wie es hierzulande die Deutsche Bundespost hat - zahlen seit kurzem eine vom Volumen des Datentransfers abhängige, Leitungsgebühr: sie beträgt 60 Cents pro 1024 übertragene Bits. Dazu kommen Einmalkosten für Modems etc.

Telenet Communications stellt seinen Kunden festgeschaltete Verbindungen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 110 bis 4800 Bit/Sek. zur Verfügung.

An diesem Beispiel zeigt sich, daß es sehr wohl Alternativen gibt zu DFÜ-Gebühren, die üblicherweise nach der Länge der Leitungen berechnet werden, unabhängig davon, wieviele Informationen übertragen werden. Gut zu wissen, daß Überlegungen, verkehrsabhängige Tarife für den Datenverkehr auch in der BRD einzuführen, zur Zeit bei der Deutschen Bundespost "ins Auge gefaßt werden", wie Ministerialdirigent W. Krüger kürzlich erklärte. (Gastkommentar in CW-NR. 36 vom 29. August 1975.) de