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DFN-Verein testet wissenschaftliches P2P-Netz

24.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der DFN-Verein (Verein zur Förderung des Deutschen Forschungsnetzes) stellt ab Juli die Beta-Version eines P2P-Dienstes (Peer to Peer) für das Gigabit-Wissenschaftsnetz (G-WiN) zur Verfügung. "DFNS2S" basiert ähnlich wie Musiktauschbörsen auf einem Netz von Knoten (Peers). Im Gegensatz zu Diensten wie Gnutella und Kazaa soll neben der Suche auf Basis von Metadaten auch eine Volltextsuche möglich sein. Außerdem unterscheidet das wissenschaftliche Netz zwischen Provider- und Consumer-Peers, so dass nicht jeder Nutzer des Dienstes auch Inhalte anbieten muss. Während Provider-Knoten auf dem PC installiert werden müssen, werden Consumer-Peers über einen zentralen Server angeboten. Sie lassen sich über einen

Web-Browser nutzen. Spezielle Consumer-Knoten für Java-fähige Handhelds werden nach Angaben des Anbieters zurzeit entwickelt.

Laut DFN-Verein besteht ein besonderer Nutzen für die Wissenschaft darin, dass Provider-Knoten Datenbankinhalte und häufig aktualisierte Dokumente verfügbar machen können. Diese sammelt ein Suchroboter in freigegeben Dateisystemen sowie auf FTP- und Web-Servern. Demnach werden Volltextindizes der gefundenen Dokumente automatisch erstellt und zeitnah aktualisiert. Die Entwicklung des Projekts wird unter dem Namen "DFN Science-to-Science" mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. (lex)