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Deutschland auf dem Weg zur Informationsgesellschaft

05.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Zahl der deutschen Unternehmen aus dem Informations- und Kommunikationssektor ist von 1994 bis 1999 um etwa 25 Prozent gestiegen. Die Zuwachsrate bei Firmen aller Branchen liegt im Vergleich dazu bei acht Prozent. Dieses Ergebnis nannte der Präsident des Statistischen Bundesamtes Johann Hahlen im Rahmen der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs in Berlin. Der Umsatz der IT- und TK-Unternehmen erhöhte sich zwischen 1994 und 1999 um 59 Prozent auf rund 913 Milliarden Mark. Das Umsatzwachstum von Betrieben aus allen Wirtschaftsbereichen lag bei 16,5 Prozent.

Hahlen warnte, dass es angesichts der steigenden Anzahl an Neugründungen und den hohen Investitionen voraussichtlich noch für viele Jahre einen gravierenden Fachkräftemangel im IT-Sektor geben werde. Im Studienbereich Informatik ging die Zahl der jährlichen Hochschulabsolventen von 1995 bis 2000 um zwölf Prozent auf 5800 zurück. Im gleichen Zeitraum stieg ist Studentenzahl der Erstsemester von 8400 auf 27.200. Im Jahr 2000 haben etwa dreimal so viele Jugendliche (22.400) eine Ausbildung im IT-Bereich begonnen wie 1995.

Nach Ergebnissen des Mikrozensus arbeiteten im Mai 2000 etwa 2,3 Millionen oder 6,4 Prozent der 36,6 Millionen Erwerbstätigen im Informations- und Kommunikationssektor. Das sind knapp 14 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Die stärkste Zuwachsrate verzeichneten Softwarehäuser. Im Mai 2000 beschäftigten sie 232.000 Angestellte und damit 280 Prozent mehr als 1995.