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Deutsches Linux-Startup im Land des Lächelns

26.06.2001
Das deutsche Linux-Startup und Infomatec-Spinoff Tuxia wird zusammen mit der Bejing Orient Electronics Group Embedded-Linux-Software für Internet-Zugangsgeräte auf den chinesischen Markt bringen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das deutsche Linux-Startup und Infomatec-Spinoff Tuxia hat mit der Bejing Orient Electronics Group vereinbart, bei der Entwicklung von Embedded-Linux-Software für Internet-Zugangsgeräte zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie Thin-Clients, Settop-Boxen, PDAs (Personal Digital Assistants) und Web-Pads in China herausbringen. Von dem Deal versprechen sich die Partner Anteile am stark wachsenden chinesischen IT-Markt. Das Handheld-Segment beispielsweise wuchs nach Informationen des chinesischen Informationsministeriums in den vergangenen zwei Jahren um 300 Prozent. Im Jahr 2001 soll dieser Markt um weitere 100 Prozent auf eine Stückzahl von sechs Millionen zulegen. Für 2002 rechnet man mit zehn Millionen verkaufte Handhelds.

Im Rahmen ihrer Restrukturierung hatte die angeschlagene Augsburger Infomatec Integrated Information Systems AG Ende Dezember 2000 ihr Betriebssystem "JNT" an die gerade gegründete Tuxia Deutschland GmbH abgegeben (Computerwoche online berichtete). Die Entwicklungsfirma im Embedded-Linux-Umfeld beschäftigt ehemalige Infomatec-Mitarbeiter wie Hannes Einsele (Chief Executive Officer), Franz Hintermayr (Chief Marketing Officer) und Holger Ippach (Chief Technology Officer).