Deutscher Markt für Business Intelligence legt zu

26.04.2004
Von 
Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Hiesige Anwender finden zunehmend Gefallen an Tools und Dienstleistungen rund um das Segment der Business Intelligence (BI). Laut Meta Group soll das Wachstum der Nachfrage in den kommenden Jahren die meisten anderen Softwaresegmente überflügeln.

Anbieter von BI-Lösungen können in Deutschland mit einem durchschnittlichen Anstieg des Marktvolumens um knapp 16 Prozent pro Jahr kalkulieren. Laut Meta Group beläuft sich der Umsatz mit Hardware, Programmen und Dienstleistungen im BI-Segment in diesem Jahr auf rund 1,1 Milliarden Euro; 2007, so die Auguren, sollen es 1,76 Milliarden Euro sein. Hintergrund für die Entwicklung ist das Bedürfnis der Anwender, die im Unternehmen vorhandenen Daten und Informationen besser auszuwerten, um strategische und operative Ziele zu erreichen.

Nach Angaben der Marktforscher setzt etwa ein Drittel von gut 450 befragten deutschen Firmen bereits BI-Lösungen ein. Weitere zwölf Prozent befinden sich in der Implementierungsphase oder haben ein konkretes Projekt geplant. Die Industrie sowie der öffentliche Sektor hielten sich noch zurück, berichtet Meta, während vor allem Finanzdienstleister überdurchschnittlich BI-aktiv sind. Rund zwei Drittel aller befragten Business-Entscheider und 60 Prozent der IT-Verantwortlichen präferieren eine Lösung aus der Hand eines einzelnen Lieferanten. Derzeit müssten die meisten großen Unternehmen laut Meta aber noch in die Produkte von mindestens drei Anbietern investieren, um alle Anforderungen abzudecken. Bis zum Jahr 2008 soll sich der Markt aber auf drei bis vier BI-Lieferanten konsolidieren, die umfassende Suiten entwickelt haben. Daneben gebe es eine Gruppe von spezialisierten Nischenanbietern.