LTE-M

Deutsche Telekom startet neues Mobilfunknetz

23.07.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Deutsche Telekom hat ein neues Mobilfunknetz gestartet: LTE-M. Es ist 5G-tauglich und soll Geräte aus dem Internet der Dinge verbinden.

Die Deutsche Telekom hat mitgeteilt, dass sie den Ausbau des LTE-M-Netzes in Deutschland abgeschlossen hat. Der neue Technologie-Standard LTE-M („Long Term Evolution for Machines“) ist ab sofort in Deutschland verfügbar und lässt sich jetzt über die Telekom Tarife Business Smart Connect und M2M buchen. Zudem ist LTE-M-Roaming ab sofort mit dem Roaming-Partner Orange in Frankreich möglich. Belgien soll in Kürze beim gegenseitigen Roaming folgen.

LTE-M: Deutsche Telekom startet neues Mobilfunknetz
LTE-M: Deutsche Telekom startet neues Mobilfunknetz
Foto: Deutsche Telekom

Als wesentliche Vorteile für LTE-M nennt die Telekom geringe Latenzzeiten, einen niedrigeren Energieverbrauch und hohe Verfügbarkeit in Innenräumen. Die Modulkosten sollen außerdem um bis zu 50 Prozent sinken.

LTE-M ist speziell auf IoT-Konnektivität ausgelegt. LTE-M soll die Lücke zwischen dem bestehenden 4G-Angebot und NarrowBand-IoT überbrücken und beim IoT schließlich 2G und 3G ersetzen, die nach und nach zurückgebaut werden. Im Vergleich zu NB-IoT bietet LTE-M laut Telekom höhere Datenraten (bis zu 350 kbit/s), außerdem geringere Latenzzeiten und SMS-Unterstützung. LTE-M basiert auf dem LTE 3GPP-Standard und ist 5G-tauglich. Dafür sei nur ein Software-Update im Netz erforderlich. Vor allem für die Bereiche Smart City, Wearables, E-Health und Smart Tracking soll LTE-M interessant sein.

"Mit LTE-M können unseren Kunden neue Lösungen dort entwickeln, wo frühere Technologien ihre Grenzen hatten", sagt Rami Avidan, Geschäftsführer der Deutschen Telekom IoT GmbH. "Die Technologie ist ein fester Bestandteil unseres IoT-Netzangebotes. Sie ist 5G-tauglich und damit zukunftssicher: also ideal, um die anstehenden Innovationen für das Internet der Dinge zügig voranzutreiben". (PC-Welt)